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Polnischer Jugendchor singt in „St. Josef“

Moers : Knabenchor singt in „St. Josef“

Auf Einladung von Pfarrer Herbert Werth gab der aus dem Wallfahrtsort Tschenstochau stammende Chor ein mit viel Beifall bedachtes Konzert.

Einen besonderen musikalischen Besuch hatte am Samstag die katholische St. Josefkirche in Moers. Auf Einladung des dortigen Pfarrers Herbert Werth gab dort am Abend der bekannte Knabenchor „Pueri Claromontani“ aus dem bekannten polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau ein mit viel Beifall bedachtes, gut einstündiges Konzert.

Der Auftritt der jungen polnischen Sänger in der Moerser St. Josef Kirche war nach einem ersten Konzert in Duisburg ihr zweiter Auftritt an diesem Wochenende am Niederrhein. Am darauf folgenden Sonntag sollten sie noch drei weitere Male um 11.30 Uhr in einem polnischen Gottesdienst in Neukirchen-Vluyn, um 13.15 Uhr erneut in Moers und um 17.00 Uhr in Kevelaer singen.

Ein wahrhaft strammes Programm, denn eigentlich waren sie gar nicht auf Tournee, sondern auf dem Weg ins spanische Barcelona. Dort findet vom 11. bis zum 15. Juli ein Knabenchortreffen mit Chören aus insgesamt 140 verschiedenen Ländern statt, von denen der „Pueri Claromontani“ Chor einer der bekanntesten sein dürfte. Zumindest so bekannt, dass er dort Mitgestalter eines besonderen Abendkonzertes sein wird und außerdem bei der abschließenden Messe der für das Treffen zuständigen, internationalen Chorföderation singen darf.

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„Das Ganze ist zwar kein Wettbewerb, aber wir fühlen uns dadurch trotzdem besonders geehrt“, erklärte der Pfarrer der Tschenstochauer Gemeinde Arnold Nowak, der mit seinen guten deutschen Sprachkenntnissen am Samstagabend die Moderation des Konzertes in der St. Josef Kirche übernommen hatte. Sein Stolz war berechtigt. Nachdem sich die Chormitglieder zuvor in ihren rot-weißen Auftrittsgewändern vor der am Moerser Schloss stehenden Henriette-Statue noch ziemlich ausgelassen hatten fotografieren lassen, betraten sie wenig später den Altartraum der Kirche mit großer Ernsthaftigkeit.

Dabei verwunderte, dass in diesem Fall auch einige ältere Männer und sogar zwei Mädchen dabei waren. Letztere seien aus der in Tschenstochau vor einiger Zeit gegründeten Chorschule, und bei den „älteren Herren“ handele es sich um Väter der jungen Sänger, erklärte Pfarrer Nowak nach dem Konzert: „Der Chor besteht normalerweise aus 50 Knaben und jungen Männern im Alter von neun bis 18 Jahren, aber einige konnten zum Teil aus finanziellen Gründen nicht mitfahren.“

Dennoch standen bei den meisten an diesem Abend dargebotenen Chorstücken die hellen Knabenstimmen im Vordergrund und gaben den rund 60 Besuchern einen ziemlich annähernden Eindruck davon, wie der Chor erst in seiner vollständigen Besetzung klingen dürfte. So präsentierte er unter der Leitung von Jaroslaw Jasiula zum Beispiel so schwierige Stücke wie die Loretto Litanei des deutschen Klassikkomponisten Carl Julius Hoffmann.