Moers: Politiker fordern neue Amprion-Stromtrasse

Moers: Politiker fordern neue Amprion-Stromtrasse

Planungsausschuss kann sich aber nicht auf Verkaufsmodalitäten für altes Landratsamt einigen.

Mit den Stimmen aller Fraktionen hat sich der Planungsausschuss der Stadt gestern dafür ausgesprochen, den Leitungsbetreiber Amprion dazu zu bringen, die geplante Stromtrasse im Bereich des Umspannwerks Utfort zu verlegen. Die Entscheidung soll noch durch den Rat bestätigt werden, um ihr in Verhandlungen mit dem Unternehmen Nachdruck zu verleihen.

Amprion hatte im Zuge der Energiewende angekündigt, eine Höchstspannungs-Stromtrasse von Nord- nach Süddeutschland zu bauen. Diese liefe in großen Teile im Bereich der bereits bestehenden Stromleitung. Im Norden des Utforter Umspannwerks würde sie wie die bisherige Leitung über einen Teil der Regenbogenschule und anschließen westlich am Umspannwerk vorbei geführt werden.

  • Emmerich : Amprion präzisiert Stromtrasse

Nun solle die Neuanlage, so SPD-Ratsherr Hartmut Hohmann, der in der Nähe des Umspannwerks wohnt, dazu genutzt werden "alte Fheler zu korrigieren". Die Leitung solle nun direkt auf das Umspannwerk zu und so ein Stück weiter weg von der Wohnbebauung verlegt werden. Die Regenbogenschule läge dann außerhalb des Bereichs der Leitungen.

Fragezeichen stehen hingegen noch über dem Verkaufs des alten Landratsamtes und des Weißen Hauses. Wie berichtet, hatte die Ampel-Kooperation beschlossen beide Gebäude vorerst nicht an einen Bieter zu verkaufen, der das benachbarte alte "Neue Rathaus" und den Schotterparkplatz erwerben will. Der Interessent hätte am liebsten den Gesamtkomplex erworben, doch die Stadt möchte zunächst ausloten, ob es ihr gelingt, Fördermittel für die historischen Gebäude zu bekommen. Gestern räumte Beigeordneter Lutz Hormes ein, dass mit dem Bieter noch nicht über den Beschluss der Ampel-Kooperation gesprochen worden sei. Die CDU, deren Fraktionsvorsitzender die Ampel-Vereinbarung zuvor schon abgelehnt hatte, will aufgrund offener Finanzierungsfragen ihre Stimme erst im Rat abgeben.

(RP)
Mehr von RP ONLINE