Moers: Politik geht uns alle an: Projekttage im Bollwerk 107

Moers : Politik geht uns alle an: Projekttage im Bollwerk 107

Am Samstag und Sonntag finden eine Infobörse, Vorträge und Workshops statt.

Unter dem Motto "Politik geht uns alle an!" lädt das Bollwerk 107 am Wochenende, 9. und 10. September, Erstwähler und Schüler aus Moers und Umgebung zu Aktionstagen ein. Ziel ist es, das Engagement junger Leute in Politik und Gesellschaft zu stärken.

Die Aktionstage beginnen mit einer Infobörse am Samstagmittag. Ab 12 Uhr stellen sich auf dem Gelände des Bollwerks politische Parteien und Initiativen vor - unter anderem Jugendorganisationen demokratischer Parteien, Greenpeace, Feminismus im Pott, Amnesty International und Demokratie in Bewegung. Die Bands Juri und Lucie Licht machen Musik. Falls der Hunger drückt, steht der Grill mit Leckereien bereit.

Am Sonntag geht es weiter mit kostenfreien Workshops und Vorträgen, die in den Räumen des Bollwerks 107 angeboten werden. Den Start macht um 11 Uhr der Workshop "Argumentationstraining gegen rechte Parolen". In sechs Stunden entwickeln die Teilnehmer zusammen mit Verdi Strategien, um im Alltag rechten Parolen Paroli bieten zu können. Dabei werden gängige rechte Positionen untersucht und gemeinsam Strategien entwickelt und ausprobiert, das Wort gegen eben solche Meinungen zu ergreifen und sich für solidarische Alternativen einzusetzen.

Wo und wie findet die Flucht statt? Warum ist die Flucht im Gegensatz zu den letzten Jahren kaum noch ein Thema? Wie kann ich eine eigene Haltung zum Thema Flucht entwickeln und diese nach außen transportieren? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Teilnehmer des Workshops "Flucht - aus den Augen, aus dem Sinn", der um 12 Uhr startet. Angeboten von der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender wird in fünf Stunden die aktuelle Haltung zum Thema Flucht diskutiert.

Am Sonntag um 14.30 Uhr beginnt der Vortrag "Journalismus/Lügenpresse - objektive und subjektive Wahrheiten". Matthias Alfringhaus, Lokalchef der NRZ in Moers, erläutert, wie Journalisten arbeiten und wie Fake News entstehen. Er geht auch darauf ein, worauf heute in Berichterstattungen geachtet werden muss und worauf Journalisten bei ihrer Arbeit Wert legen.

"Betzavta" - Was ist das denn? Der um 12 Uhr startende Workshop erläutert diese Methode der Vermittlung demokratischer Prinzipien. Vor allem die Begriffe Freiheit, Menschenrecht und Solidarität sind Schlüsselwörter für Betzavta. Die Jugendhilfe Essen vermittelt in diesem Workshop mithilfe der "vier Schritte demokratischer Entscheidungsfindung" einen neuartigen Umgang mit Konflikten. Betzavta fördert die Konfliktkompetenz der einzelnen Teilnehmer und bietet die Chance, in künftigen Konfliktsituationen die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Teilnahme an den Projekttagen ist kostenlos, eine Anmeldung zu den Workshops wird empfohlen. Bei Interesse oder Fragen kann man sich an Robert Große vom Bollwerk 107 wenden, robert.grosse@bollwerk107.de.

(RP)
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