Moers: "Piccolo" ist Gastgeber seit 30 Jahren

Moers: "Piccolo" ist Gastgeber seit 30 Jahren

Seit mehr als 30 Jahren ist es ein Restaurant an der Haagstraße, aber auch ein Raum-Konzept: eng und schmal.

Allein schon der Name macht aufmerksam. "Piccolo" stand bei der Eröffnung damals vor mehr als drei Jahrzehnten zunächst nur für das Raum-Konzept. "Es stand für eng und schmal" sagt Karin Protzner, die das Restaurant an der Ecke Haag-/Burgstraße seit dieser Zeit als Chefin leitet - und als hervorragende Köchin geschätzt wird. Ein Anbau ermöglichte schon wenige Jahre später die Vergrößerung der Gaststätte auf heutiges Niveau. Der Name aber blieb und steht für eine Jahrzehnte lange Erfolgsgeschichte.

Die heute 68-jährige Chef-Köchin aber greift nicht nach den Sternen. Eine qualitativ hochwertige Küche in Verbindung mit gediegener Gastlichkeit ist vielmehr ihr Bestreben. "Die Gäste sollen sich bei mir wohlfühlen, genießen und den Alltag einmal hinter sich lassen", so Protzner. Das Interieur - ganz in sachlicher Moderne gehalten - ist zeitlos und wird von den Besuchern gewürdigt. Und an schönen Sommertagen lädt eine Terrasse mit Blick aufs Moerser Schloss und den Kastellplatz zum Verweilen ein. "Das alles hat schon Kult-Status", sagen die Kenner der Szene.

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Das gutbürgerliche Küchenangebot mit Eintöpfen, aber auch mal mit Ausflügen nach Italien und Frankreich, das Á-la-carte-Programm, die jahreszeitlichen Spezialitäten und vegetarischen Vorschläge, die reichhaltige Spirituosen-Palette und die Weinkarte mit überwiegend deutschen Weinen überzeugen und werden gerne angenommen. Und das Kuchen-Buffet ist allemal eine Versuchung. Als Gastgeberin erweist sich auch ihre langjährige Mitarbeiterin Kerstin Boetter. "Kein Tag ist wie der andere, jeder Tag ein Erlebnis", erzählt sie. Die familiäre Atmosphäre, die persönlichen Gespräche mit den Stammkunden liegen ihr am Herzen. Recht anspruchsvoll ist gerade auch das großzügig arrangierte Frühstücks-Angebot, das nach individuellen Wünschen zusammengestellt wird. Für Karin Protzner wurde das Kochen zur Leidenschaft. Ihre Lehrmeisterin war ihre Großmutter.

Sie stammt aus Niedersachsen und kam vor Jahrzehnten mit ihrer Familie nach Moers. "Es war wohl die Gunst des Schicksals, dass mir die Räume hier angeboten wurden", sagt die Chefköchin rückblickend. Und sie freut sich, dass sie mit ihren kühnen Ideen und ihrem Team akzeptiert wurde. "Sicher ist es auch die Bestätigung unserer Anstrengungen, eine kreative Küche anzubieten, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen und so den Standard über Jahrzehnte zu halten."

(RP)