Moers: "Piano Wind" bezaubert im Martinstift

Moers: "Piano Wind" bezaubert im Martinstift

Trio musizierte auf Einladung des Inner Wheel Club Moers. Einnahmen kommen der Musikschule zugute.

Zu ihrer vierten Benefiz-Matinee hatten die Damen des Inner Wheel Club Moers am Sonntagmittag in den Kammermusiksaal des Martinstifts eingeladen. Dieses Mal kommen die Einnahmen dem Förderkreis der Moerser Musikschule zugutekommen. Jutta Gerwers-Hagedorn, die Vorsitzende des Clubs, begrüßte die Gäste im voll besetzten Saal und erklärte in einigen Worten die Anliegen der weltweit größten Frauenvereinigung: Der IWC Moers habe 26 aktive Mitglieder, die sich ehrenamtlich um Menschen in Not kümmern und förderungswürdige Projekte im In- und Ausland unterstützen, getreu dem Motto "Zusammenwachsen, zusammen wachsen und zusammen Gutes tun". Auf der Bühne begrüßte Gerwers-Hagedorn die drei Musikerinnen des Trios "Piano Wind", von denen zwei an der Moerser Musikschule unterrichten. Steffi Hansmann (Klavier), Beate Rademacher (Klarinette) und Kerstin Raulfs Bollhöfer (Fagott) haben sich in dieser besonderen Besetzung zusammengetan, um Kammermusikwerke für die beiden Holzblasinstrumente im Zusammenspiel mit dem Klavier neu zu entdecken.

Ihr Konzert begannen sie mit einem Stück der französischen Komponistin Louise Farrenc (1804 bis 1875), sie war die einzige weibliche Professorin am Pariser Konservatorium. Das Trio op. 44 in Es-Dur wurde ursprünglich für Klavier, Geige und Cello geschrieben. Die vier Sätze im klassisch-romantischen Stil klangen aber auch mit dem warmen Klang des Fagotts und der virtuosen Klarinette wunderschön. Alle drei Instrumente überzeugten mit ausdrucksvollem Spiel und perfekten Zusammenspiel, so dass beschwingt-frühlingshafte Stimmung durch den Saal zog. Anschließend folgte ein Stück des zeitgenössischen englischen Komponisten Philip Godfrey, eines der wenigen popularmusikalischen Stücke, das für Fagott und Klavier geschrieben wurde. Mit der "Little Suite" entlockte Raulfs Bollhöfer dem großen Holzblasinstrument eine wunderbar melancholische Melodie. Die Klarinette stand im Mittelpunkt der Southwold-Sonatina des ebenfalls aus England stammenden Komponisten James Rae. In einem verträumten und einem schnellen Satz entführten Rademacher und Hansmann die Zuhörer in eine Szenerie in einem englischen Hafen-Pub. Schließlich ging es mit einer Mischung aus Jazz, Tango und Klassik in den argentinischen Frühling der "Vier Jahreszeiten von Buenos Aires" des Komponisten Astor Piazolla. Nach langanhaltendem Applaus gab das Trio sogar eine Zugabe.

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Die Zuhörer zeigten sich begeistert von der Besetzung, der Auswahl der Stücke und dem Zusammenspiel der Musikerinnen. Im zweiten Teil der Matinee präsentierten sechs Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren ihr beachtliches Können an ihren Instrumenten: Paula Schmitz an der Querflöte, die von Ulrike Schweinfurth am Klavier begleitet wurde, Leonie Kramer am Horn mit Louise Lu am Klavier, Emma Groeling-Müller an der Geige mit Katharin Lerne am Klavier sowie Anna Geldsetzer mit einem Klaviersolo.

(rauh)