Pflege im St.-Clemens-Hospital: Der Zauber vom neuen Leben

Pflegeserie von Rheinischer Post und St.-Clemens-Hospital : Der Zauber neuen Lebens

Die Hebammen und Pflegekräfte der Wöchnerinnen- und Neugeborenenstation haben schon oft geholfen, Kinder gesund zur Welt zu bringen. Dennoch ist jede Geburt anders und immer etwas Besonderes.

Etwa 1000 Babys kommen jedes Jahr im St.-Clemens-Hospital zur Welt. Und viele dieser Neugeborenen hält Katja Wilmsen im Arm. Ihr Arbeitsplatz ist der Kreißsaal, seit 15 Jahren ist sie leitende Hebamme im Krankenhaus. Dennoch, sagt sie, sei jede Geburt anders, immer etwas Besonderes. „Wenn Leben geboren wird, verliert das seinen Zauber nicht“, so die 61-Jährige. Um alle Schwangeren, die ins Krankenhaus kommen, kümmern sich die Hebammen. Sie kontrollieren den Herzschlag des Kindes, die Gesundheit der Mutter, den Fortschritt der Geburt. „Wir begleiten die Patientinnen während der Zeit im Kreißsaal“, sagt Wilmsen. Dabei entscheidet die werdende Mutter, was ihr gut tut: Spazieren gehen, auf einem Ball sitzen oder in die Wanne zum Entspannen. „Wenn die Frau das möchte, setzen wir auch pflanzliche Mittel ein.“ Bei einer Geburt, die sich länger hinzieht, kommt schon mal der Schichtwechsel dazwischen. „Natürlich geben wir Patientinnen auch weiter“, sagt Wilmsen. „Aber wenn die Frau in der Endphase ihrer Geburt ist, begleiten wir sie, bis das Kind da ist.“

Angeschlossen ist außerdem eine Elternschule für werdende Mütter und Väter mit Hebammensprechstunde und Geburtsvorbereitung. „Es ist uns wichtig, auch die Männer mit einzubeziehen“, sagt Wilmsen.

Geburtshilfe, Neugeborenen- und Wöchnerinnenstation liegen im St.-Clemens-Hospital eng beieinander. Nach der Geburt übernimmt zunächst Magdalene Wozniak mit ihrem Team die Babys. Die gelernte Kinderkrankenschwester leitet die Neugeborenenstation. „Die Kinder bleiben nach der Geburt etwa zwei Stunden im Kreißsaal, dann kommen sie für einen Gesundheitscheck zu uns“, sagt Wozniak. In Begleitung der Eltern werden zum Beispiel Vitalzeichen und Hautfärbung kontrolliert.

Anschließend sind die Kinder rund um die Uhr bei den Müttern – außer die Frauen wollen duschen oder benötigen etwas Ruhe nach der anstrengenden Entbindung. Hilfe finden sie jederzeit bei den Kinderkrankenschwestern „Wir wollen vor allem Frauen, die zum ersten Mal Mutter geworden sind, Sicherheit in der Pflege des Kindes geben“, sagt Wozniak. Dazu gehören Anleitungen zum Wickeln, Beratung zum Stillen oder zur Flaschenernährung. „Wir zeigen den Frauen, dass jedes Kind anders ist, es gibt keinen Fahrplan“, sagt Wozniak. „Wichtig ist aber immer viel Nähe und Kuscheln.“

Nach einer spontanen Entbindung bleiben Mutter und Kind bis zu drei Tage im Krankenhaus, nach einem Kaiserschnitt fünf Tage. Möchte der Vater sie in diesen ersten Tagen begleiten, richten die Pflegerinnen, wenn es möglich ist, Familienzimmer ein. Damit sich auch die frisch gebackene Mutter von den Strapazen der Geburt erholt, hilft Britta Plätzer mit ihrem Team von der Wöchnerinnenstation. „Wir unterstützen die Mütter beispielsweise bei der Grundpflege und Mobilisation nach einem Kaiserschnitt und versorgen Wunden nach einem Dammschnitt oder -riss, gerne auch mit alternativen Methoden“, erklärt die leitende Pflegerin. „Zudem stehen wir den Wöchnerinnen emotional beim sogenannten Baby-Blues zur Seite oder wenn das Kind neonatologisch betreut wird. Dann sorgen wir dafür, dass die Mütter ihr Kind immer sehen können, wenn sie es wollen.“

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