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Pfarrer Heinirch Bücker: Den Menschen den Glauben erklären

Pfarrer Heinrich Bücker : Den Menschen den Glauben erklären

Heinirch Bücker, ehemaliger Pfarrer von St. Josef, hat sein inzwischen elftes Buch vorgelegt. Schreiben ist für ihn Freude und Mission.

„Kirche gestern – heute – morgen?“ Das ist der Titel seines neues Buches. Heinrich Bücker, emeritierter Pfarrer von St. Josef, hat seine Leidenschaft für die Literatur erneut unter Beweis gestellt – und wieder einmal zur Feder greifen lassen. Es ist sein elftes Werk. Die Situation der katholischen Kirche hat ihn aufhorchen lassen, ihr tiefgreifender Wandel hat ihn intensiv beschäftigt – die aktuelle Lage steht daher auch im Mittelpunkt seines jüngsten Werkes. „Die Entwicklung der Volkskirche zu einer Freiwilligkeitskirche, die sich bereits seit langer Zeit vollzieht, ist ein spannender Prozess,“ sagt er. Sie habe sowohl Positives, als auch Negatives, Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen. Bücker schildert aus seiner ganz persönlichen Sicht seine reichhaltigen Erfahrungen, die er in seiner langjährigen Tätigkeit als Seelsorger mit „seiner Kirche“ gemacht hat.

Heute lebt Heinrich Bücker in Recklinghausen, dort unterstützt er in der Pfarrei St. Peter die Seelsorge. Darüber hinaus nimmt er sich für seine schriftstellerische Tätigkeit immer noch viel Zeit, ein Beweis mehr ist die Anzahl an interessanten Büchern. Predigten, kurze Erzählungen, Gedichte und Gebete sowie Erinnerungen und Erfahrungen, immer mit einer ordentlichen Portion Humor und einem Augenzwinkern gewürzt, machen einen Großteil seines Schaffens aus.

Aus Gründen der Diskretion hat der Seelsorger Erlebtes oft verfremdet. Der Seelsorger und Heilpraktiker für Psychotherapie schätzt die enge Bindung zu den Menschen, will mit ihnen reden, ihnen nahe sein. „In jeder Geschichte, die ich schreibe, stecke ich auch selbst drin“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Das gilt für alles, was er schreibt, in den Sammlungen von Kurzgeschichten aus seiner Zeit als Priester oder in seinen Büchern, zum Beispiel gerade auch in seinen Buch „Halleluja und Helau“ – einer Sammlung von Karnevalspredigten.

Sehr gerne erinnert er sich an seine Moerser Zeit – viele enge Verbindungen bestehen heute noch, als Förderer der Ökumene hat er sich einen Namen gemacht, seine Bücher werden nach Erscheinen zunächst hier vorgestellt, mal in der evangelischen, mal in der katholischen Kirche. Bücker sieht auch heute noch seine Moerser Zeit als eine positive Zeitspanne seines Lebens. „Mit vielen ehrenamtlichen Helfern haben wir ein lebendiges Seelsorgeteam aufgebaut, wir haben vieles auf den Weg gebracht, der Ökumene die Tür geöffnet und den Dialog nicht nur mit den evangelischen Christen, sondern auch mit anderen Glaubensgemeinschaften verstärkt.“

Mit seinen Büchern beweist Bücker nicht nur seine Freude am Schreiben, sondern hat auch so etwas wie eine Mission. „Je mehr der Glaube in die Kritik gerät, umso wichtiger ist es, dass wir, die wir glauben, diesen Glauben erklären. Und zwar so, dass die Menschen ihn verstehen.“