Moers: Pfarrer Bücker wirbt für die heitere Seite des Glaubens

Moers : Pfarrer Bücker wirbt für die heitere Seite des Glaubens

Es war ein heiter-besinnlicher Abend. Und ein "Heimspiel" für Heinrich Bücker, dem emeritierten Moerser Pfarrer. Er kam, um in der Kirche St. Josef sein neues Buch "Das Lachen der Christen - Heiteres nicht nur zu Karneval" vorzustellen. Seine ehemalige Gemeinde bereitete ihrem einstigen und beliebten Seelsorger einen überaus herzlichen Empfang. Und die Sacro-Pop-Band Soma aus Marl rundete mit ihren Gesängen und ihrer Musik den Vortrag ab - und schlug so eine musikalisch-beschwingte Brücke zum Thema der Lektüre.

In seinem neuen Werk widmet sich der Autor - "der es selber mit dem Lachen hat" - einem ausgesprochen heiteren Thema: Dem Lachen der Christen. Er spannt einen bunten Bogen von lustigen Geschichten, Karnevalspredigten, kirchlichen Witzen und Liedern zum Schmunzeln. Viele Erlebnisse aus der persönlichen Seelsorge - allerdings verfremdet weitergegeben - werden erheiternd geschildert: von Petzern in der Gemeinde, die sich schriftlich beim Bischof beschweren über ungewöhnliche Ideen des Pfarrers, Neuerungen einzuführen - bis hin zum Beichtstuhl als "psychohygienische" Maßnahme.

Das Lachen, die Freude und das Froh-Sein durchziehen die neue 148-Seiten umfassende Lektüre. "Lachen ist gesund" schreibt Bücker, und er ist überzeugt, es löst im Körper viele positive Reaktionen aus. "In Kinderkliniken zum Beispiel werden Cowns eingesetzt, um kranke Kinder aufzumuntern, indem sie diese zum Lachen bringen", sagt der Autor. Und er verweist auf ein koreanisches Sprichwort: "Wer einen Menschen zum Lachen bringt, tut ein gutes Werk." Erheiternd auch seine Karnevalspredigten in Reimform.

Aber gerade auch das Lachen außerhalb des Christentums hat für den Autor eine besondere Bedeutung: Das Lachen der griechischen Götterwelt vor allem, auch nennt er den Buddhismus, den stets lächelnden Buddha, im Islam hingegen zieme sich lautes Lachen nicht für einen geistigen Führer, Witze würden als Gotteslästerung gewertet.

Bückers Forderung: "Unsere Kirche muss sich ändern in Gestalt und Gewändern." Er kämpft gegen alte Zöpfe auf kirchlicher Ebene ebenso wie gegen Umweltverschmutzung und Egoismus. Die Ermutigung zur Freude und zum Lachen aber ist Mittelpunkt und Anliegen seines neuen Werkes. "Denn schließlich bedeutet Evangelium Frohbotschaft", so der Autor.

Den Reinerlös der Lesung spenden Heinrich Bücker und die Band Soma der "Moerser Tafel".

(h-m)
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