Peschkenhaus in Moers ist womöglich einsturzgefährdet.

Historisches Bürgerhaus in Moers : Peschkenhaus ist womöglich einsturzgefährdet

Das älteste Moerser Bürgerhaus ist geschlossen: Es wurden Risse und Brüche im Gewölbe entdeckt. Gutachter sind im Haus.

Seit Mitte April ist die Kunstgalerie Peschkenhaus geschlossen, Termine wurden abgesagt: Im Gewölbe des historischen Gebäudes sind Brüche und Risse entdeckt worden. Das 600 Jahre alte Bürgerhaus ist womöglich einsturzgefährdet. Wie groß die Schäden tatsächlich sind, untersuchen zurzeit Statiker und Bodengutachter. So wurden Probebohrungen vorgenommen, um festzustellen, wie groß der geschädigte Bereich im Gewölbe ist. Mit einem Ergebnis rechnet der Kunstverein Peschkenhaus erst in der nächsten Woche. „Wir sind alle sehr bestürzt“, berichtete Monika Jaklic, Geschäftsführerin des Moerser Kunstvereins im Gespräch mit dem Grafschafter. „Wir können keine öffentlichen Veranstaltungen durchführen. Das Risiko ist zu groß. Es besteht die Möglichkeit, dass das Gewölbe bricht. Das ganze Haus lastet auf dem Gewölbe“, erläuterte sie. Der Kunstverein betreibt das älteste Bürgerhaus der Stadt Moers als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Das Peschkenhaus ist ein lebendiges Beispiel für außergewöhnliches Bürgerengagement in Moers. Nach der Schließung als städtische Galerie konnte das altehrwürdige Gebäude, das aus dem 15. Jahrhundert stammt, durch eine Bürgeraktiengesellschaft erworben werden. Sie ist heute Eigentümerin des Hauses und startete im Mai 2013 mit der Sanierung und dem behindertengerechten Umbau. Im Spätsommer 2014 wurde das Peschkenhaus wieder eröffnet. Der Denkmalschutz ist aktuell involviert. Wie es weitergeht, vermochte die Geschäftsführerin des Kunstvereins gestern nicht sagen. „Es entscheidet sich in der nächsten Woche.“ Das betrifft auch die Höhe der Sanierungskosten. Und wie diese aufgebracht werden sollen.

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