Moers: Park soll die Duisburger Mercatorinsel aufwerten

Moers : Park soll die Duisburger Mercatorinsel aufwerten

An der Nordspitze der Mercatorinsel wird es zukünftig einen Park geben. Finanziert wird der Ausbau aus Fördermitteln des Bundes im Rahmen der Kommunalen Investitionsoffensive. Realisiert wird der Ausbau in Kooperation der Stadt Duisburg und duisport. Oberbürgermeister Sören Link und Erick Staake, Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen AG, stellten gestern die Planungen vor.

Der Parkbau ist der zweite Schritt des Projekts. Im Juni hat bereits der Bau einer 25.000 Quadratmeter großen Gewerbehalle begonnen, die das neue Logistikzentrum der Daimler AG werden soll. Außerdem wird auf der Insel ein Bürogebäude errichtet. Auch der Bau einer zweiten großen Halle ist geplant.

Eine circa 2,5 Hektar große Fläche soll an der Spitze der Halbinsel als extensive Naturlandschaft über wassergebundene Wege erschlossen werden. Gepflasterte Wege von ungefähr 650 Metern Gesamtlänge werden mit Bänken und Papierkörben ausgestattet und auf den Wiesen sollen Drehliegen zum Entspannen einladen. Auf dem Grüngebiet steht seit vergangenem Jahr die Skulptur "Das Echo des Poseidon" von Markus Lüpertz, die nun durch den Park in eine einladendere Umgebung eingebettet werden soll. Im südöstlichen Bereich schließt sich künftig eine Fläche für den Artenschutz an, die zusätzlich über einen bepflanzten Erdwall sowie einen Weidezaun von der Grünanlage abgetrennt wird. Als Absturzsicherung zu den angrenzenden Gewässern wird ein Geländer eingebaut. Außerdem sprach Landschaftsarchitekt Leuchter, der Buisburg bereits mit der Skulptur Rheinorange erfolgreich aufgewertet hat, davon, die Treppe von der Friedrich-Ebert-Brücke zu öffnen und die dazu gehörige Rampe auszubessern. Außerdem soll eine neue Fußgängerbrücke gebaut werden, durch die die Duisburger die Mercatorinsel von Ruhrort aus einfacher erreichen können sollen. Darüber hinaus wird eine bepflanzte Promenade hin zur grünen Inselspitze ausgebaut. Erich Staake von der Duisburger Hafen AG sagt: "Das soll keine 0815-Passage werden, das wird schon aufwendiger."

Der Parkausbau wird rund 450.000 Euro kosten. Hinzu kommen Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro für den Brückenbau und die Einrichtung von Steigern für Flusskreuzfahrtschiffe. Bis Ende des Jahres 2018 sollen die Bauarbeiten größtenteils abgeschlossen sein, nur der Brückenbau wird länger dauern. Oberbürgermeister Sören Link freute sich über die Maßnahmen: "So können die Ruhrorter ein Stück weit ihre Mercatorinsel zurückbekommen", sagte er. Außerdem solle die Grünanlage den Ruhrgebiets-Tourismus unterstützen. Man könne sich darüber hinaus vorstellen, durch Busse zu anderen Sehenswürdigkeiten wie der Zeche Zollverein, eine touristische Infrastruktur zu etablieren.

Staake gab sich optimistisch, denn Duisburg habe schon in den letzten Jahren eine Attraktivität entwickelt. Und auch Volker Heimann, Leiter des Amts für Umwelt und Grün, sah eine solche Attraktivität. Wo früher ein rostbrauner Industrieschauplatz gewesen sei, solle nun ein neuer Natur- und Kunstraum zwischen Rhein und Ruhr entstehen.

(RP)
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