Flüchtlingsfamilie in Moers Feiertage weit weg von zu Hause

Moers · Svitlana und Iryna flohen vor den russischen Bomben aus der Ukraine nach Moers. Die Schwestern berichten, wie sie im Januar das orthodoxe Weihnachtsfest begehen, welche Sorgen und Hoffnungen sie ins neue Jahr tragen.

 Svitlana (hintere Reihe rechts) und Iryna (vorne, 3. vl) im Kreise ihrer Familie.

Svitlana (hintere Reihe rechts) und Iryna (vorne, 3. vl) im Kreise ihrer Familie.

Foto: Norbert Prümen

Zum ersten Mal feiern die Schwestern Svitlana und Iryna das Weihnachtsfest wie tausende Menschen aus der Ukraine an einem fremden Ort fern der Heimat. Gemeinsam mit ihren Kindern flüchteten die beiden Frauen Anfang März vor dem Krieg aus der Stadt Kamjanske. Ihre Ehemänner blieben zunächst zurück. Für Svitlana besonders schlimm: Auch ihr ältester Sohn Myroslav blieb in der Ukraine. Trotz der beschwerlichen Fahrt im völlig überfüllten Evakuierungszug gab es auf der Reise große Unterstützung von vielen Menschen. „Fremde Menschen versorgten uns mit Lebensmitteln und mit tröstenden Worten“, berichtet Svitlana. „Das war ein schönes Gefühl und wir haben uns nicht so alleine gefühlt.“