Orchester-Kooperation in Moers ist ein großer Erfolg.

Musik in Moers : Orchester-Kooperation ist ein großer Erfolg

Vor einem Jahr wurde die Junge Sinfonie Moers (JSM) gegründet. Das Kooperationsorchester soll die bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium Adolfinum und der Moerser Musikschule erweitern und vertiefen.

Inzwischen sind zwölf Monate vergangen, und die Organisatoren ziehen eine rundum positive Zwischenbilanz. „Es war ein erfolgreiches Jahr mit vier großen Konzerten“, erzählt Musikschulleiter Georg Kresimon. „Wir haben inzwischen zehn Orchestermusiker mehr als am Anfang, in den Proben sind immer 35 bis 40 Leute da. Es hat sich eingegroovt.“ Das „musikalische Baby“, wie Musiklehrerin Cordelia Rahrbach-Sander die JSM nannte, wächst und gedeiht. Auch Hans van Stephoudt, Schulleiter des Adolfinums, freut sich über die Entwicklung: „Es ist unglaublich toll, so ein großes Orchester auf der Bühne in unserer Aula sehen zu können.“

Hinter dem Erfolg steckt viel Arbeit. „Man braucht immer einen, der voll mitzieht“, erklärt Kresimon, der in der Kooperation die Musikschule vertritt. Ansprechpartner im Adolfinum ist Musiklehrer Simon Stockamp, der wesentlich an der Gründung des Orchesters beteiligt war. „Wir zwei sind die Macher. Aber es funktioniert natürlich nur, wenn die ganze Fachschaft dahintersteht und die Schulleitung das Ganze unterstützt“, so Kresimon. Bei den Dienstagsproben in der Musikschule übernimmt Geigenlehrer Hartmut Gmiat die Registerproben, bei den Samstagsproben, die alle zwei Monate im Adolfinum stattfinden, ist Musiklehrer Jörg Meschendörfer als Dozent für die Cellisten aktiv. Weitere Unterstützung bringen neben Oberstufenschüler Jasper Sitte, der als Dozent für die ersten Violinen dabei ist, auch Referendare und Studenten im Praxis-Semester. Die Atmosphäre ist locker und freundschaftlich. „Durch die Gespräche und das gemeinsame Essen in der Pause werden die Leute mehr connected“, berichtet Stockamp. Zurzeit wird am Programm für die Sommerkonzerte gearbeitet: Griegs Peer Gynt-Suite, aber auch Coldplay sowie Pop- und Rocktitel mit einer Bläsergruppe sind geplant. „Die Mischung macht den Spaß!“ Um den Orchesternachwuchs zu sichern, wurde vor wenigen Tagen ein „Instrumentenkarussell“ gestartet, in dem Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 Instrumente wie E-Gitarre/E-Bass, Klarinette/Saxophon und Schlagzeug/Percussion ausprobieren können.

Die Musikschullehrer kommen zum Unterricht ins Adolfinum. Dafür wird eine geringe Gebühr erhoben, Leihinstrumente werden kostenlos zur Verfügung gestellt. „Ich freue mich, dass die Jugendlichen diese Möglichkeit bekommen und auch nutzen“, sagt Simon Stockamp, der von der Kooperation mit der Musikschule ebenso begeistert ist wie Georg Kresimon. „Es ist toll, dass wir es geschafft haben und dass es so gut läuft“, erklären beide übereinstimmend. „Das ist menschlich, musikalisch und organisatorisch ein gutes Rundum-Paket. Jeder macht seinen Part. Und letztendlich geht es um die Musik.“

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