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Rheurdt: Online-Petition für bessere Ärzteversorgung

Rheurdt : Online-Petition für bessere Ärzteversorgung

Eltern machen Druck für eine bessere Versorgung, besonders auf dem Gebiet der Kindermedizin.

"Aber das ist echt ein Unding, dass es so schwer ist, einen Kinderarzt zu finden." So äußert sich eine Nutzerin auf einer Rheurdter Facebookgruppe. Und andere Teilnehmer der Diskussion sehen es ähnlich. Nach Krefeld, Geldern, Kamp-Lintfort müssten sie fahren, denn manche Ärzte vor Ort nähmen keine Patienten mehr an.

Es ist nicht nur ein Rheurdter Phänomen. Im ganzen Kreis Kleve machen sich Eltern über die ärztliche Versorgung ihrer Sprösslinge Gedanken. Daher hat nun eine Elterninitiative die Petition "Mehr Ärzte für den Kreis Kleve" auf den Weg gebracht. Noch bis Ende Februar kann online auf "www.ei-kleve.de" abgestimmt werden.

Unterstützt wird die Initiative unter anderem durch den Klever Kinderarzt Wolfgang Brüninghaus: "Wir setzen uns ja nicht nur für eine bessere Versorgung mit Kinderärzten ein. Es geht um eine bessere ärztliche Versorgung des ländlichen Bereiches mit Ärzten überhaupt. Mit Hausärzten, mit Fachärzten wie HNO-Kollegen oder Augenärzten."

Die Ansiedlung einer Kinderarzt-Praxis in Rheurdt sei allerdings illusorisch, sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. "Dazu fehlt der vorgeschriebene Bedarf." Daher müssen Rheurdter und Schaephuysener mit ihren Kleinen in die Nachbarstädte fahren.

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Generell, meint Kleinenkuhnen, sei die Ärzteversorgung im Ökodorf noch recht gut. "Wir haben zwei allgemeinmedizinische Praxen in Rheurdt und eine in Schaephuysen." Außerdem gebe es zwei Zahnärzte in der Gemeinde. Auf lange Sicht jedoch werde auch im Süden des Kreises Kleve die medizinische Versorgung ein drängendes Problem werden, ist der Bürgermeister überzeugt.

(mgr/s-g)