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Öffnungskonzept: Moerser Bürgermeister hofft auf eine Zusage

Konzept aus Moers : „Öffnen mit Sicherheit“ – Bürgermeister sieht Chancen für den Kreis

Der Kreis Wesel soll Modellkommune für kontrollierte Öffnungen werden. Nach Ostern wird eine Antwort aus dem NRW-Wirtschaftsministerium erwartet.

„Man muss losgehen“, sagt Thomas Voshaar, Leiter der Lungenklinik am Bethanien-Krankenhaus. Schon mit dem „Moerser Modell“ ging er im März 2020 los, Corona-Patienten individuell zu behandeln, um damit die Überlebenschance deutlich zu erhöhen. Dieses „Moerser Modell“ machte bundesweit Schule.

Wie bei diesem Modell, wünscht sich der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer mit dem Kreis Wesel beim neuen Projekt „Öffnen mit Sicherheit“ über die Grenzen des Niederrheins hinaus Vorbild für eine kontrollierte Öffnung sein zu können. „Wir hoffen, dass der Kreis Wesel nach Ostern den Zuschlag für die Bewerbung erhält, Modellregion zu werden“, sagt er. „Der Kreis Wesel hat ideale Voraussetzungen. Seine Heterogenität ist sein Vorteil. Es gibt kleine Kommunen, zum Beispiel Sonsbeck, mittelgroße Kommunen wie Wesel und eine Großstadt wie Moers.“

Neben der Heterogenität des Kreises Wesel hofft er auf drei Moerser Institutionen, mit denen der Kreis beim Wirtschaftsministerium des Lands Nordrhein-Westfalen punkten kann, von dem im Laufe des Aprils Modellstädte und Modellkreise benannt werden. Zum einen sieht der Bürgermeister die Krankenhäuser, nicht nur das Krankenhaus Bethanien und das Krankenhaus St. Josef in Moers, sondern auch in Xanten, Wesel und Dinslaken, die in das Projekt eingebunden sind, wie Labore.

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Zum zweiten setzt er auf das IT-Unternehmen HMM Deutschland aus der Grafenstadt, das sich mit seinen 250 Mitarbeitern darauf spezialisiert hat, bundesweit zwischen 40 Krankenkassen und 35.000 Leistungserbringern, wie Arztpraxen oder Krankenhäusern, Daten auszutauschen, zum Beispiel Versorgungs- und Abrechnungslösungen. Die HMM hat eine App entwickelt, die sie „Immuny“ getauft hat.

Auf dieser sind zum Beispiel Schnelltests vermerkt, die in stärkerem Maß erfolgen sollen, um zum Beispiel ab Anfang Mai die Außengastronomie besuchen oder ab Mitte Mai Übernachtungen in Hotels buchen zu können, wie Ziele in der Bewerbung genannt werden. Die kontrollierte Öffnung soll möglich werden, weil die Nal von Minden GmbH eingebunden ist, die Corona-Schnelltests im Angebot hat. Sie sichert zu, genügend Schnelltests zu einer Sonderkondition bereitzustellen.

„Maskentragen, Lüften und Hygieneregeln bleiben“, sagt Thomas Voshaar. „Genauso bleibt das Corona-Virus, zurzeit mit seiner englischen Variante, die hoch ansteckend ist. Wir haben mit dem Virus zu leben. Viele Tools, Elemente, die gebündelt werden, können etwas bewirken.“