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Neukirchen-Vluyn: "NV AUF geht's" plädiert für Abwahl von Ralf Eccarius

Neukirchen-Vluyn : "NV AUF geht's" plädiert für Abwahl von Ralf Eccarius

Der Rat von Neukirchen-Vluyn wird am Mittwoch, 10. Juli, 17 Uhr, über Konsequenzen aus dem Desaster um den Brandschutz in der Kulturhalle entscheiden. Das könnte die Abwahl des technischen Beigeordneten Ralf Eccarius bedeuten.

Seine Gegner sehen ihn als Hauptverantwortlichen für die Versäumnisse und die mangelnde Information gegenüber den Ratsmitgliedern in den vergangenen Jahren. Die Kulturhalle ist seit März geschlossen, weil bei einer Überprüfung des Brandschutzes Mängel festgestellt wurden.

Klaus Wallenstein, Fraktionsvorsitzender von NV AUF geht's, betrachtet Eccarius zwar nicht als Alleinschuldigen — auch Bürgermeister Harald Lenßen (CDU) schreibt er "politisch-moralische Verantwortung zu. Doch im Gegensatz zu Bündnis 90/Grüne, die sich jüngst gegen eine Abwahl ausgesprochen haben hält er diesen Schritt für richtige. Die Grünen hatten argumentiert: Zum einen sei Eccarius nicht allein verantwortlich, zum anderen müsse die Stadt bei seiner Abwahl hohe Summen in die Pensionskasse zahlen — rund 750 000 Euro.

Statt den Dezernenten in die Wüste zu schicken, solle die Verwaltung ihre interne Kommunikation verbessern. Wallenstein bezeichnet den Beigeordneten als "Wiederholungstäter": Bereits im Fall der Schadstoffsanierungen in Grundschulen hatte sich der Beigeordnete wegen seiner Informationspolitik entschuldigen müssen. "Nach der Logik der Grünen hätte die Stadt gar keine andere Wahl, als ihn bis 2026 im Amt zu halten. Das ist keinem Bürger zuzumuten", so Wallenstein. Würden die Folgekosten entscheiden, könnten sich künftig alle Beamten herausnehmen, was sie wollten, da sie eine Abwahl nicht zu befürchten hätten. Dies wäre ein "verheerender Präzedenzfall".

(s-g)