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Zwölf Fragen an Gisela Feldhaus, Landtagskandidatin Die Basis

Landtagskandidatin im Wahlkreis Moers/Neukirchen-Vluyn : „Viel Antiquiertes im Bereich Schule“

Zwölf Fragen an die Landtagskandidatin der Partei Die Basis im Wahlkreis Moers/Neukirchen-Vluyn – mit der Bitte um möglichst kurze Antworten.

Gisela Feldhaus ist 56 Jahre alt, arbeitet seit zehn Jahren als systemischer Coach und Projektkoordinatorin in sozialen und kulturellen Projekten, wurde in Haltern am See geboren und wohnt in Moers. Bei der Wahl am Sonntag, 15. Mai, tritt sie für Die Basis an. Unser Fragebogen soll helfen, die Kandidatin ein bisschen besser kennenzulernen.

1. Welches Ereignis hat Sie politisch geprägt?

Gisela Feldhaus Die Vorträge des Historikers und Friedensforschers Daniele Ganser, auf die ich vor einigen Jahren gestoßen bin. Seine Ausführungen über das, was geopolitisch in unserer Welt alles im Argen ist, haben mich so erschreckt, dass ich angefangen habe, selbst weiter zu forschen.

2. Welche Rolle spielen Ihre Eltern dabei?

Feldhaus Gar keine.

3. Von welchem Tier könnte der Mensch etwas lernen? Und was?

Feldhaus Je nachdem, mit welcher Fragestellung man sich beschäftigt, kann der Mensch von fast jedem Tier etwas abschauen. In unserer momentanen Situation würde vielleicht die Unbestechlichkeit und der Eigenwillen einer Katze ganz gut passen.

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4. Können Sie jemanden lieben, der aus Ihrer Sicht die falsche Partei wählt?

Feldhaus Das kommt auf den Einzelfall an, um welche Partei es sich handelt und warum er sie wählt.

5. Mit welchem Ihrer Mitbewerber würden Sie am ehesten eine Radtour mit anschließendem Picknick machen? Und warum ausgerechnet sie oder er?

Feldhaus Da ich in der letzten Zeit immer behaupte, dass wir grüner als die Grünen sind, würde ich gern mal mit Tom Wagener eine „Kiesgruben-Radtour“ machen. Vielleicht kann ich dabei was lernen.

6. Was treibt Sie an?

Feldhaus Im positiven Sinn: Neugier, Lebensfreude, Visionen und das Wissen, dass wir als Menschen zu viel mehr fähig sind. Im negativen Sinn: Ich kann Ungerechtigkeit, Unfrieden und systemische Dummheit sehr schlecht ertragen.

7. Wenn Sie könnten, welches Problem würden Sie ein für alle Mal lösen und aus der Welt schaffen?

Feldhaus Propaganda und Kriegshetze. Zurzeit gibt es eine Handvoll Staaten, die das umfassende Gewaltverbot der UN-Charta durch ihr Vetorecht aushebeln können. Dieses Vetorecht würde ich gerne abschaffen, weil Frieden in der Welt die Basis für die Lösung unserer anderen Probleme ist.

8. Was läuft schief in diesem Land?

Feldhaus Dass etablierte Parteien von Medien andere Fragenkataloge bekommen als neue. Wie soll sich Politik da jemals ändern?

9. Was läuft besser als sein Ruf?

Feldhaus Das menschliche Miteinander. Wir legen den Fokus oft darauf, was im Zwischenmenschlichen nicht funktioniert – dabei kann man jeden Tag schöne Geschichten erleben, in denen Menschen hilfsbereit, engagiert, verständnisvoll, humorvoll, kreativ und empathisch sind.

10. Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?

Feldhaus (Antwort als Foto)

11. Welche Partei würden Sie wählen, wenn es Ihre nicht gäbe?

Feldhaus In den letzten Jahren habe ich aus der Not heraus alles gewählt – von links über violett bis grün. Momentan überzeugt mich gar keine andere Partei.

12. Der nächste Ministerpräsident, die nächste Ministerpräsidentin bittet Sie in die Landesregierung. Welches Ressort würden Sie am liebsten übernehmen – und warum genau dieses?

Feldhaus Das Ressort für Schule und Bildung, weil ich in diesem Bereich so viel Antiquiertes und Überholungsbedürftiges sehe. Und, weil mich selbstbewusste, fröhliche, kompetente Kinder glücklich machen und sie unsere Zukunft sind.