1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Noch zwei Tage Kirmes in Moers – unsere Tipps

Volksfest in Moers : Noch zwei Tage Kirmes – unsere Tipps

Die Redaktion hat sich umgeschaut und ausprobiert. Herausgekommen sind persönliche Empfehlungen für Besucher.

Rund eine halbe Million Besucher kommen jedes Jahr am ersten Septemberwochenende zur „größten Kirmes am Niederrhein“ nach Moers. Auch in diesem Jahr dürfen sie sich bis einschließlich Dienstag neben zahlreichen rasanten Fahrgeschäften und kulinarischen Angeboten wieder über ein Bühnenprogramm und das große traditionelle Abschlussfeuerwerk am Dienstagabend freuen. Unsere Redaktion hat sich umgeschaut und ausprobiert. Herausgekommen sind ganz persönliche Empfehlungen, was Rummel-Fans an den verschiedenen Kirmes-Schausplätzen am Friedrich-Ebert- und Kastellplatz, am Königlichen Hof, in der Stein- und Homberger Straße  und auf dem Neumarkt in diesem Jahr auf keinen Fall verpassen dürfen.

Für Nervenstarke Für diese Kategorie Kirmesbesucher ist eindeutig die „Konga Schaukel“ auf dem Friedrich-Ebert-Platz die erste Adresse. Das Gerät besteht aus einem 45 Meter hohen Rahmen, in dem eine nur wenig kürzere Stange mit vier Gondeln zu je vier Sitzen vor und zurück hoch in den Himmel schaukelt, wobei sich die vier Gondeln zusätzlich noch wild um die Stange und sich selber drehen. Der ganze Spaß dauert knapp zwei Minuten und kostet pro Fahrt fünf Euro. Nur wenige Schritte entfernt steht „Skydance“. Auch dieses Fahrgeschäft setzt starke Nerven und einen starken Magen voraus. Dort werden, ähnlich wie beim alten, beliebten Kettenkarussell, mehrere zweisitzige Gondeln an dünnen Ketten um eine Mittelsäule gedreht, nur dass die Säule in diesem Fall atemberaubende 55 Meter hoch ist. Auch dieses Fahrvergnügen kostet fünf Euro pro Fahrt.

Für Traditionsbewusste Dagegen sind das ebenfalls auf dem Friedrich-Ebert-Platz befindliche Riesenrad (4,50 Euro), die außen mit weißen Totenköpfen verzierte Gruselbude „Scary house“ (3,50) und auch die vierarmige Krake „Jetlag“ (4 Euro) auf dem Neumarkt mit seinen jeweils sechs drehenden Schleudersitzen an jedem Armende auch für Leute mit etwas weniger Adrenalinbedarf gut geeignet. Das Gleiche gilt für die nach wie vor beliebte „Raupe“ (3,50 Euro) und den „Autoscooter“ (3,00 Euro) auf dem Kastellplatz.

Für Zocker Gute Nachrichten gibt es auch für alle diejenigen, die Spaß daran haben, ihr Kirmesglück zum Beispiel durch den Kauf von Losen, an Schießbuden oder bei diversen Geschicklichkeitsspielen auf die Probe zu stellen. Die Auswahl hierfür ist auf allen Plätzen sehr groß, wobei die alten Losbuden eher selten vorkommen und häufig durch Münzspiele in Glasvitrinen ersetzt sind. Eine klassische Gewehrschießbude gibt es nur auf dem Friedrich-Ebert-Platz (zehn Schuss 5 Euro). Stattdessen kann man dort jedoch mit Pfeilpistolen auf diverse Horrormasken  (sechs Pfeile 3,50 Euro) schießen oder mit einem Hammer kleine Plastikfische und -frösche in bereitgestellte Eimer katapultieren (sechs Hammerschläge 2,50 Euro).

Für Kinder Junge Kirmesgäste haben vor allem auf dem Kastellplatz zahlreiche Vergnügungsmöglichkeiten. So können sie dort zum Beispiel im Innern riesiger durchsichtiger Plastikkugeln für fünf Euro fünf Minuten lang über eine fünfmal fünf Meter große Wasserfläche toben, sich selber in einem Spiegelkabinett in hundertfacher Ausführung betrachten (3,50 Euro) oder in einer kleinen Achterbahn schon mal ihre Nerven für spätere größere Abenteuer dieser Art stärken (3 Euro). Darüber hinaus gibt es auf dem Weg zwischen Kastell- und Friedrich-Ebertplatz eine Menge weiterer hübscher Kinderkarussells, darunter an der Steinstraße eine abenteuerliche Piratenschiffschaukel.

Für Hungrige Wer kulinarisch auf Tipps jenseits der immer und überall leckeren Bratwürste (die normalgroße Ausführung kostet überall 3,50 Euro), der Fischspezialitäten, China-Pfannen und Crèpes schwört, wird ebenfalls fündig. An der Steinstraße gibt es einen kleinen Stand mit erfrischenden Gewürzgurken, und auf dem Straßenabschnitt kurz vor dem Friedrich-Ebert-Platz duftet es ganz wunderbar nach verschiedenen würzigen Pizzabrötchen.