Neukirchen-Vluyn: Keim in Wasserleitung entdeckt

Neukirchen-Vluyn : Keim in Wasserleitung entdeckt

Vorsichtsmaßnahme für rund 40 Anwohner: Enni chlort Trinkwasser in Neukirchen-Vluyn.

Bei der Erneuerung einer Wasserleitung sind in einem kleinen Gebiet von Neukirchen-Vluyn – in Teilbereichen der Wiesfurthstraße – Keime ins Trinkwasser geraten. Das hat die Enni Energie und Umwelt am Montag mitgeteilt. „Nachdem zunächst alles bei der Inbetriebnahme des neuen Teilstücks okay war, haben wir bei der für Netzerneuerungen rountinemäßigen Nachuntersuchung eine bakteriologische Auffälligkeit festgestellt“, sagt Enni-Wassermeister Bernd Kamradt. Dabei, heißt es, handele es sich um das Bakterium Pseudomonas aerigonosa. Der sogenannte Pfützenkeim komme im Erdreich sowie bei Pflanzen und Tieren häufig vor, im Trinkwasser sei er aber nur äußerst selten anzutreffen. Das Unternehmen habe sofort reagiert und in Abstimmung mit Wolfgang Becker vom zuständigen Fachbereich Gesundheitswesen des Kreises Wesel umgehend präventive Maßnahmen eingeleitet.

„Seit dem letzten Sonntag chloren wir in diesem kleinen Bereich das Wasser und stehen mit den Anwohnern in direktem Kontakt“, sagt Enni-Sprecher Herbert Hornung. „Anwohner wissen, dass sie möglichst wenig Wasser nutzen und möglichst nicht duschen sollten. Bei Gebrauch sollten sie es in jedem Fall abkochen.“

Letztendlich sind zwischen den Hausnummern 60 bis 85 in der Wiesfurthstraße und der abzweigenden Zeisigweg nur wenige Häuser mit rund 40 Wohneinheiten betroffen. „Unser Trinkwassernetz ist so angelegt, dass wir Teilstücke jederzeit über sogenannte Schieber abtrennen können.“

Mittlerweile, heißt es, tausche Enni vorsichthalber einen die Verkeimung möglicherweise auslösenden Schieber aus. Neben der Chlorung spült das Unternehmen das Netz in diesem Abschnitt seit Sonntagabend mit Frischwasser. Am Mittwoch soll ein Labor nach Rücksprache mit dem Kreis Wesel eine weitere Probe nehmen, mit deren Ergebnissen Kamradt noch in dieser Woche rechnet.