Neujahrsempfang in Moers 2018: Bürgermeister wünscht sich "Silicon Moers"

Neujahrsempfang in Moers : Bürgermeister träumt vom "Silicon Moers"

Beim Neujahrsempfang der Stadt wurde in diesem Jahr auf die heimische Wirtschaft geschaut: Was ist, was soll und was könnte? Eine Zusammenfassung.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer hat einen Traum - von einem "Silicon Moers", also einem bedeutenden IT- und High-Tech-Industriestandort, ähnlich dem Silicon Valley in den USA, Heimat von Apple, Google und Co, sprich: sämtlichen Unternehmen der Hochtechnologie. Das verriet der Verwaltungschef am Samstag beim Neujahrsempfang der Stadt im Kulturzentrum Rheinkamp. "Wir können das auch!", findet Fleischhauer, und es wurde ziemlich deutlich: Er meint das auch so. Schließlich habe sich Moers als eine herausragende Stadt im Bereich Open Data und E-Government, des neuen Digitalen, herauskristallisiert, erklärte der Bürgermeister. "Wir dürfen durchaus selbstbewusst sagen: Moers ist im Bereich Digitalisierung bundesweit weit vorne. Das wollen wir weiter unterstützen."

Beim Neujahrsempfang, zu dem die Stadt traditionell Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur einlädt, wurde diesmal also ein Blick auf die Wirtschaft geworfen - als Impuls für 2018 sozusagen, aber auch weit darüber hinaus. 277 Einzelhandelsunternehmen gibt es in Moers, die eine Gesamtquadratmeterzahl von 60.600 belegen. "Die Einzelhandeldaten unserer Kommune sind durchaus positiv", sagte Fleischhauer. Der Zentralitätsindex liege mit 109 neun Punkte über dem Bundesdurchschnitt, genauso wie der Einzelhandelsumsatz pro Kopf. "Sicher hat jeder eine individuelle Wahrnehmung, wenn er durch die Innenstadt läuft, aber diese Daten sprechen erfreulicherweise eine positive Sprache."

Abgesehen vom Einzelhandel gibt es in Moers 2200 Unternehmen, insgesamt beschäftigen sie 33.220 Menschen. "Moers ist geprägt vom Mittelstand", so der Bürgermeister. Für Haie sei im Aqurium der Stadt kein Platz. "Und es darf auch ganz klar gesagt werden, dass Verwaltung und Politik zunächst einmal die Aufgabe haben, diejenigen, die schon vor Ort unternehmerisch tätig sind, zu unterstützen. Man darf sich aber auch die Frage stellen: Wohin kann sich Moers strategisch entwickeln? Worin bestehen Chancen für unsere Kommune? Was passt zu Moers?" Das seien sicherlich die Unternehmen, die den Zukunftsmarkt der digitalen Entwicklung bedienen. "Also warum kein ,Silicon Moers'? Wir sollten darüber nachdenken."

(RP)
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