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Moers: Neuer Solimare-Parkplatz kostet bis zu 6,5 Millionen Euro

Moers : Neuer Solimare-Parkplatz kostet bis zu 6,5 Millionen Euro

Mehrere Gestaltungsvarianten liegen vor. Politik und Verwaltung möchten das gesamte Gelände aufwerten.

Um einen Umbau des Parkplatzes am Aktivbad Solimare kommt die Stadt nicht herum. Weil ein Wasserschutzgebiet neu definiert wurde, muss er versiegelt und mit einem Kanal versehen werden, damit Schadstoffe wie Motoröl nicht mit dem Regen ins Grundwasser gespült werden. Im Ausschuss für Stadtentwicklung hat die Verwaltung gestern verschiedene Gestaltungsvarianten vorgestellt, die vom Düsseldorfer Büro Scape Landschaftarchitekten entworfen wurden. Scape hat auch das ehemalige Niederberg-Gelände in Neukirchen-Vluyn überplant.

Aufregung hatte es vor einiger Zeit gegeben, weil für den Umbau auf jeden Fall Bäume gefällt werden müssen: In einer Planungsvariante sogar rund 90. In anderen Varianten kann ein Teil der Bäume erhalten werden. Geplant sind aber auch Neupflanzungen. Bei der einfachsten Lösung - geschätzte Kosten: 2,5 Millionen Euro - würden nur die Auto-Stellplätze versiegelt, was allerdings zu einem "Flickenteppich" führen würde, der Folgekosten nach sich zöge. In einer aufwendigeren Variante (5,5 Millionen Euro) bekäme der komplette Parkplatz eine neue Decke. Politik und Stadtverwaltung ziehen einen dritten Entwurf vor, nach dem der komplette Bereich an Solimare, Festivalhalle und Eisporthalle überplant und aufgewertet wird. Der Vorplatz der Festivalhalle kann dann auch für Veranstaltungen genutzt werden, ein Fuß- und Radweg in Form einer Allee führt von der Filder Straße zum Solimare, wo eine zweite Wegachse angelegt wird und Fahrrad-Stellflächen entstehen.

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Der Parkplatz wird neu organisiert, an der Einfahrt ein attraktives Entree geschaffen. Die Bäume auf dem Parkplatz können auch so konzentriert werden, dass dazwischen genügend Platz für die Wohnwagen der Schausteller bleibt, die den Parkplatz während der Kirmes nutzen. Auch die Wiese zwischen Eissporthalle und Filder Straße, über die heute ein Trampelpfad führt, soll neu gestaltet werden. Das alles wird abends durch ein spezielles Lichtkonzept unterstrichen. Nachteil dieser Lösung: Sie ist mit 6,5 Millionen Euro auch der teuerste. Die Stadt soll davon 3,8 Millionen übernehmen, die Enni, der ein Teil des Geländes gehört, 2,7 Millionen.

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses haben sich für die vorgestellte "Maximalplanung" ausgesprochen. Bezüglich der Finanzierung hatten sie aber noch offene Fragen. Bis zur nächsten Sitzung soll geklärt werden, ob und wie gespart werden kann.

(RP)