Moers: Neuer Lions-Club "Juventas" ist nur was für Damen

Moers: Neuer Lions-Club "Juventas" ist nur was für Damen

Die Entscheidung für Rheinberg wurde auch aus strategischen Gründen getroffen. Denn mit der Gründung des Lions-Clubs Rheinberg "Juventas" wurde im Hotel Am Fischmarkt ein weißer Fleck auf der Landkarte des Serviceclubs geschlossen. Unter dem Leitmotiv "We serve" ("Wir dienen") verpflichteten sich 20 Damen, sich in den Dienst am Nächsten zu stellen. Die Ausrichtung des sozialen Engagements macht schon der Name des Damen-Clubs deutlich: Juventas ist die römische Göttin der (männlichen) Jugend. In der römischen Mythologie haben Knaben mit Eintritt in die Welt der Erwachsenen der Juventas ein Geldstück geopfert. Eine passende Symbolik, da man sich für die Jugendarbeit starkmachen wolle, ist Gründungspräsidentin Denise Schaefer (45) überzeugt. Wo die Kommune nicht eintreten könne, wolle man Unterstützung bieten und Probleme mildern.

Gesagt, getan - jetzt können ehrenamtliche Arbeit und Spendensammlung beginnen? "So einfach ist die Gründung eines Lions-Charters nicht", erläuterte die Moerserin das international immer gleiche Prozedere: Die Gründungsunterlagen werden zunächst an den Lions-Hauptsitz in die USA gesendet. "Erst nach Anerkennung erhalten wir die offizielle Charterurkunde", sagte die Studiendirektorin. Die erhalten die Damen des LC Juventas gemeinsam mit der Lions-Nadel am Sonntag, 24. Juni, bei der offiziellen "Charter" im Hotel am Fischmarkt. Eingeladen sind zu diesem Fest unter anderem die Lions Clubs des Distrikts. Mit dabei ist auch der LC Düsseldorf-Hofgarten als Patenclub. "Übrigens ein reiner Herren-Club und der drittälteste Lions-Club Deutschlands", sagte Schaefer.

Jetzt hoffen die Lions-Damen, von denen sieben bereits Lions-Erfahrung mitbringen, auf engagierte Mitstreiterinnen aus Rheinberg und Umgebung. Doch wie wird Frau eigentlich zum Mitglied? "In der Regel durch Empfehlung", so Denise Schaefer. "Bei uns sind viele Berufsgruppen vertreten - Studentin, mehrfache Mutter, Bankerin und Juwelierin", so Schaefers, die versicherte: Für die gute Sache werden viele Kompetenzen benötigt.

(RP)