Moers: Neue Wohnungen für junge Behinderte

Moers : Neue Wohnungen für junge Behinderte

Prokurist Jens Kreische informiert zum Projekt der Wohnungsbau Stadt Moers in Meerbeck.

Der Nachmittag stand zwar unter dem Thema: "Alternatives Wohnen für Senioren". Doch er hätte auch lauten können: "Neue Projekte in Neu-Meerbeck". Schließlich stellten die Aktiven von Neu:Meerbeck Vorhaben vor, die bald zwischen Glückaufstraße, Taubenstraße sowie Homberger Straße starten oder in die nächste Runde gehen.

Einer dieser Aktiven ist die Wohnungsbau Stadt Moers. Prokurist Jens Kreische gab bekannt, die städtische Wohnungsbaugesellschaft plane, nahe der Kreuzung von Fuldastraße und Beuthener Straße ein Gebäude zu errichten, in dessen Wohnungen junge Menschen mit Handicap und Menschen ohne Handicap leben sollen. "Zuerst hatten wir ein solches Gebäude an der Homberger Straße gegenüber dem Bahnhof geplant", erläuterte er. "Wegen Vorschriften für den Emissionsschutz war es dort aber nicht zu realisieren." Die Planungen für das neue Gebäude seien weit fortgeschritten, sagte er. Er erwartete, dass die Wohnungsbau in den nächsten Monaten Fördergelder bewilligt bekomme. Wahrscheinlich werde es Anfang 2019 losgehen.

Weitere Pläne für neue Wohnformen stellte die Wohnungsbau nicht näher vor, beispielsweise für ein weiteres Projekt des generationsübergreifenden Wohnens, das mit Begleitung funktioniere, wie Sozialarbeiterin Andrea Schmitz über das Wohnprojekt an der Eichenstraße erzählte: "Beim Wohnen mit Sternchen sollen die Bewohner sich einbringen, müssen es aber nicht." Dabei gebe es immer Konfliktpotenzial, wenn der eine mehr mache, der andere weniger, ergänzte Jens Kreische vor 50 Zuhörern im Gemeindehaus der evangelischen Kirche. Von vergleichbaren Schwierigkeiten berichtete auch Peter Süsske vom Verein "Wohnen im Ruhestand" über die Wohnanlage in Rumeln.

Bei einer weiteren Seniorenwohngemeinschaft zeigte sich die Wohnungsbau zurückhaltend. Während alle seniorengerechten Wohnungen in der Cecilienschule in Scherpenberg schnell vermietet worden seien, hätten sich bislang keine Interessenten gefunden, die dort in eine Vierer-Senioren-WG ziehen wollten, sagte Kreische.

(got)
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