Moers: Neue Löschfahrzeuge für zwei Stadtteile

Moers : Neue Löschfahrzeuge für zwei Stadtteile

In Hülsdonk und in Schwafheim sind zwei neue Fahrzeuge zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung unterwegs. 313.000 Euro hat jedes einzelne gekostet, beide haben jeweils 2000 Liter Löschwasser an Bord.

Seine Feuertaufe hat das neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug des Löschzugs Hülsdonk bereits bestanden. Vor gut zwei Wochen rückten die Hülsdonker Feuerwehrleute damit aus, weil im Hotel Van der Valk ein Brandmelder einen Alarm ausgelöst hatte. "Es war aber kein Feuer", erzählt Löschzugführer Frank Vutz. "Disconebel aus einer Nebelmaschine hatte den Alarm verursacht."

Am Freitagabend wurde dieses neue rote Auto bei einer Feier offiziell übergeben, wie ein zweites Fahrzeug des Löschzuges Schwafheim. "Das Feuer spendet Wärme und Licht, es schmilzt das Erz und läutert das Gold", sagte Pfarrer Heinrich Bösing, als er die beiden Fahrzeuge mit Weihwasser segnete. "Es kann aber auch zur Gefahr werden für Mensch und Tier, für Hab und Gut. Herr, segne diese Fahrzeuge. In der Gefahr tragen sie dazu bei, die zerstörerische Gewalt des Feuers zu brechen, Unglück und Katastrophen abzuwehren. Schütze die Feuerwehrleute, die sich zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen - manchmal unter eigener Gefährdung."

Vor der Segnung hatten die evangelischen Pfarrer Wolfgang Döring und Martin Gres den Psalm 23, "Mein Herr ist mein Hirte", zitiert: "Ich fürchte kein Unglück." Die Menschen seien Unglücken nicht hilflos ausgeliefert, da Feuerwehrleute gemeinschaftlich Dienst leisteten. Dafür sei ihnen Dank auszusprechen. "Der Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Moers ist eine tragende Säule des Sicherheitskonzeptes unserer Stadt", schloss sich Bürgermeister Christoph Fleischhauer diesem Dank an. "Ich danke allen Feuerwehrleuten für ihren großen Einsatz." Die Aufbauten der beiden neuen Hilfeleistungs-Löschfahrzeuge, die seit acht Wochen in Moers im Einsatz sind, stammen aus Ulm. Sie wurden vom Unternehmen Iveco-Magirus hergestellt, das zu den vier großen Herstellern von roten Autos in Mitteleuropa gehört. Sie kosteten jeweils 313.000 Euro und lösen Fahrzeuge ab, die nach 28 Jahre technisch veraltet sind und außer Dienst gestellt werden.

"Bei den Herstellern Rosenbauer, Schlingmann oder Ziegler hätte wahrscheinlich eine vier vorne gestanden", meinte Christoph Rudolph als Leiter der Moerser Feuerwehr und stellvertretender Kreisbrandmeister. "Bei Magirus werden die Fahrzeuge in Linie hergestellt, sind keine Einzelfertigung. Durch den Kauf von zwei baugleichen Fahrzeugen gab es einen Rabatt. So kommt es zu einem Einsparpotenzial von 45.000 Euro im städtischen Haushalt."

Die Fahrzeuggestelle der beiden neuen roten Autos wurden von MAN produziert, leisten 290 Pferdestärken und haben Allradantrieb. Mit den Aufbauten sind sie Fahrzeuge der Kategorie HLF 20, weil sie 2000 Liter Löschwasser an Bord haben, neben vielen Rollcontainern mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen sowie einem Lichtmast. "Diese Fahrzeuge sind für die Brandbekämpfung und die technische Hilfeleistung gebaut", berichtete Bastian Röös als Führer des Löschzuges Scherpenberg. "Sie sind nach der aktuellen DIN-Norm gefertigt. Wir freuen uns über die neuen Fahrzeuge."

Kurz nachdem die beiden HLF 20 offiziell übergeben waren, griffen Christoph Fleischhauer und Beigeordneter Thorsten Kamp, Löschzugführer Frank Vutz und ein Vertreter des Voerder Architekturbüros Neunziggrad zum Spaten. Links neben dem kleinen Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Hülsdonk, das am Jostenhof gegenüber der Hauptwache liegt, entsteht bis Juni 2019 ein neues Feuerwehrgebäude. Es ist 880 Quadratmeter groß. Es bietet drei Feuerwehrfahrzeugen Platz, Umkleiden für 60 Feuerwehrleute, Duschen, einem Schulungsraum und einem Büro. Der Neubau soll 1,4 Millionen Euro kosten.

(got)
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