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Neue Ausstellung im Moerser Peschkenhaus: Phantasien in Farbe und Bewegung

Kunst in Moers : Phantasien in Farbe und Bewegung

Die neue Ausstellung im Peschkenhaus zeigt Arbeiten von drei lebenden und einer verstorbenen Künstlerin.

Künstlerische Vielfalt und Abwechslung – das verspricht die neue Peschkenhaus-Ausstellung „Phantasien in Farbe und Bewegung“ in der Galerie an der Meerstraße. „Carola Lischka wollte unbedingt hierhin. Und wir haben uns überlegt, ob wir eine Einzel -oder Gruppenausstellung machen“, beschrieb die zweite Vorsitzende des Kunstvereins Peschkenhaus Moers, Monika Jaklic, die Beweggründe bei der Gestaltung der neuen Exposition. Schließlich fiel die Wahl auf eine gemeinsame Werkschau. „Das hatten wir lange nicht mehr hier.“

Landschaften und deren Interpretation sind das immer wiederkehrende Thema der 69-jährigen Krefelderin Carola Lischka . „Ich male keine lieblichen Landschaften“, erläuterte die gebürtige Potsdamerin, die seit 30 Jahren in Krefeld lebt, den Ansatz ihrer farbkräftigen Bilder. „Rapslandschaften in Dramatik, Wasser-, -Meerbilder und Weiden sprechen mich an.“

Eine ganz andere Note bringt Pia Bohr mit ihren Holz-und Bronzeskulpturen ein. „Körperlichkeiten, aber in abstrakter Form“ gestaltet die Künstlerin, die auch im Vorstand der „Dortmunder Gruppe“ aktiv ist. „Das Holz gibt mir dabei den Weg vor“, sagt sie und bearbeitet das Material mit Kettensäge und Fräser, bis die Skulptur fertig ist. „Ich nutze auch Rubinienholz wie bei der „Frau mit Dutt“, was man farblich bearbeiten kann.“ Im letzten Jahr hat sie erstmals damit begonnen hat, Figuren in Bronze zu gießen. „Den Traum habe ich mir verwirklicht“, sagte Bohr.

Gut ergänzt wird ihr Werk durch die Drahtgebilde der gebürtigen Bukaresterin und Alt-Hombergerin Madalina Rotter. „Rotter ist eine fantastische Kunsthistorikerin, und dann habe ich erfahren, dass sie auch Kunst macht“, erläutert Jaklic. „Dann habe ich dazu im Internet recherchiert, ging in ihr Atelier und war begeistert.“ Ihre Gebilde „setzen das mikroskopisch Kleine ins Makroskopische um“, sagt die 48-Jährige, die die Anregung unter anderem aus ihrem Beruf im Labor und im Röntgen gezogen hat. Daraus geht auch das „Zelluläre“ der Arbeit hervor. „Darin finden sich auch florale Elemente, obwohl ich dafür gar nicht der Typ bin“, betont sie aber eher das Nüchterne der Arbeiten. Dadurch entstehe eine „besondere Ästhetk“ und „distanz-schaffende Gestaltung“. Dazu kommen noch Aquarellbilder mit Pigmenten und Tinte, die eine Neuseeland-Reise aufarbeiten.

In einem der Räume und im Dachgeschoss kommen dazu noch Bilder von Paula Thies, einer 1920 geborenen und im Jahr 2000 verstorbenen niederländischen Künstlerin, die in Deutschland weniger bekannt ist. „Die Angehörigen haben uns angeboten, aus dem irrsinigen Nachlass eine Auswahl zu treffen“, freute sich Monika Jaklic darüber, die Bilder in Moers zeigen zu können.

Die Ausstellung „Phantasien in Farbe und Bewegung“ wird am Samstag, 13. April, um 19 Uhr in der Galerie Peschkenhaus eröffnet. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Mai.