Nazi-Parolen in Moers: Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung

Moers : Nazi-Parolen: Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung

Die Nazi-Schmierereien im Bereich Filder Straße, Diergardt- Garten und Blumenstraße beschäftigen nun den Staatsschutz in Duisburg. „Das ist ernstzunehmen, wir gehen jedem Hinweis nach“, hieß es gestern bei der Pressestelle der Duisburger Polizei.

Wie berichtet wurden am Wochenende mehrere Gedenksteine für Nazi-Opfer (Stolpersteine) mit schwarzer Farbe besprüht. Zudem schmierten die unbekannten Täter an mehreren Stellen Hakenkreuze, Nazi-Sprüche sowie fremdenfeindliche Schriftzüge an Hauswände, darunter ein Pfarrheim und eine Kindertagesstätte. An zwei Wagen eines Wohlfahrtsverbandes und einer Kirchengemeinde sprühten sie politische Parolen, wie zum Beispiel „Asylantenbus“.

Der Staatsschutz der Polizei Duisburg hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung, Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisation aufgenommen. Als Tatzeitraum gibt die Polizei Freitag (17. August), 14.30 Uhr, bis Sonntag (19.August), 20.35 Uhr, an. Allerdings sind die ersten Schmierereien bereits am Samstagmorgen Anwohnern aufgefallen. Zeugen, die verdächtige Personen gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Duisburger Polizei unter der Rufnummer 0203 2800 zu melden.

 Mitglieder des Vereins „Erinnern für die Zukunft“ kommen heute zusammen. Es sei ein turnusgemäßes Treffen, hieß es gestern vonseiten des Vereins, allerdings bekomme es durch die Taten vom Wochenende eine besonderen Hintergrund. Natürlich soll  auch über die Nazi-Schmierereien  geredet werden. „Das ist eine neue, üble Qualität“, sagte gestern ein Vereinssprecher. „Das sollte man nicht so stehen lassen.“

(pogo)
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