Neukirchen-Vluyn: Nau-Immobilien: Ärger um Abrechnungen

Neukirchen-Vluyn: Nau-Immobilien: Ärger um Abrechnungen

Turbulent bleiben die Vorgänge rund um die einstigen Immobilien des Bau-Investors Ottmar Nau. In den vergangenen Tagen stand der Streit zwischen Stadt und Mieterschutzbund über die Nebenkosten der Häuser am Amsel- und Drosselweg im Mittelpunkt.

Der Verein schloss in diesem Zusammenhang eine Klage nicht aus (die RP berichtete).

Nun muss der Mieterschutzbund im Zusammenhang mit Nau-Immobilien selber mit einer Klage rechnen. Dr. Andreas Röpke, der soeben zum neuen Zwangsverwalter der Häuser am Amsel- und Drosselweg ernannt wurde, hat ein entsprechendes Schreiben in die Post gegeben. Dabei geht es um die Nau-Gebäude am Vluyner Nordring, auch als "Weiße Riesen" berüchtigt. Diese stehen schon unter der Zwangsverwaltung des Duisburger Anwalts. "Nach der Übernahme gingen noch Zahlungen auf das Treuhandkonto des Mieterschutzbundes ein", erläutert Röpke. Er habe den Mieterschutzbund um eine Abrechnung gebeten, doch die sei noch nicht eingetroffen, obwohl die erste Anfrage bereits im vergangenen Jahr rausgegangen sei.

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Mit den Häusern am Amsel- und Drosselweg habe das allerdings nichts zu tun. Was den Streit zwischen der Stadtverwaltung in Neukirchen-Vluyn und dem Mieterschutzbund betrifft, hält Röpke sich bedeckt. "Ich werde auf niemanden mit dem Finger zeigen." Während der Verein der Stadt fragwürdige Methoden beim Pfänden von Mieten vorwirft, beklagt die Stadtverwaltung, der Mieterschutzbund verweigere Einblicke in die Kontoführung. Röpke: "Letztlich geht es darum, welche Vereinbarungen beide Parteien zu möglichen Auskünften über das Konto geschlossen haben." Ohne eine solche könne die Stadt freilich keine Einblicke verlangen. Der Anwalt räumt ein, das Verfahren rund um die Nau-Häuser sei "verquast und sehr kompliziert". Ottmar Nau selber lebe in Spanien und zeige sich bei der Aufarbeitung "dickfellig, um es vorsichtig auszudrücken."

Peter Heß, Geschäftsführer des Mieterschutzbundes, erklärte gestern: "Bislang ist keine Klage von Herrn Dr. Röpke bei uns eingegangen." Zu dem Wirrwarr rund um die Häuser am Vluyner Nordring habe ein Wechsel bei den Verwalterfirmen geführt, die für die Buchungen zuständig gewesen seien. Heß widerspricht übrigens der Darstellung, Ottmar Nau sei pleite. Nach seinen Informationen lebt der einstige Baulöwe, dessen Häuser auch in Kamp-Lintfort stehen, in komfortablen Umständen auf Mallorca.

(RP)
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