Moers: Musikreferent verjüngt die Moerser Konzertreihe

Moers: Musikreferent verjüngt die Moerser Konzertreihe

Die neue Saison im Rahmen der städtischen Konzerte wartet mit einigen Neuerungen und einem jungen Programm auf.

Tobias Krampen, neuer Musikreferent der Stadt Moers, hat gestern sein erstes Programm für die städtische Konzertreihe vorgestellt. Der Nachfolger der langjährigen Musikreferentin Christiane Schumann hat die Reihe deutlich verjüngt. "Ich habe eigene Ideen verwirklichen können", freut sich Tobias Krampen. Drei Ziele hat er sich gesetzt: "Ich möchte natürlich das musikalische Niveau halten und die Vielfalt im Programm fortführen", fasst er die ersten beiden Vorgaben zusammen. Er hat aber auch einige kleine Neuerungen im Spielplan eingeführt. So wird es in der neuen Saison erstmals auch Konzerteinführungen geben. "Eine Viertelstunde. So möchte ich den Besuchern einen kleinen Vorlauf geben, damit sie noch tiefer in die Musik eintauchen können." Die Anzahl der Konzerte ist gleich geblieben.

Das Publikum darf sich auf elf Kammermusikabende freuen. Für den Februar hat Krampen zusätzlich eine Sonderveranstaltung geplant, mit der er Jugendliche erreichen möchte. Er konnte den Kölner Kirchenmusiker und Sänger Patrick Cellnik gewinnen, mit Jugendlichen einen Workshop über Schuberts Liedzyklus "Winterreise" zu gestalten. "Ich weiß, dass der Liedzyklus schon ein Achttausender ist. Die Teilnahme ist ab 13 Jahren, denn die Jugendlichen sollten schon ein wenig Verständnis mitbringen." Tobias Krampen möchte zeigen, wie vielseitig Kammermusik im Quartett sein kann. So wird das "Campanella Gitarrenquartett" im nächsten Mai südamerikanische Klänge im Kammermusiksaal zu Gehör bringen. Drei der Gitarristen sind Lehrer an der Moerser Musikschule. Auf internationalem Niveau spiele das Minguet Streich-Quartett, das im April in Moers erwartet wird. "Es gehört zu den gefragtesten Quartetten und gastiert in allen Konzertsälen der Welt", berichtet Krampen. Ja, und für das Neujahrskonzert am 13. Januar überrascht der Musikreferent mit Saxofonisten. Es spielt das Arcis Saxofon-Quartett. Erstmals gibt es an diesem Tag auch eine öffentliche Generalprobe. Sie findet um 15 Uhr statt. Das Quartett spielt Werke US-amerikanischer Komponisten wie Bernstein und Gershwin. "Auch das Saxofon kann eine Brücke zu den jüngeren Zuhörern schlagen - von der Klassik zu den modernen Hörgewohnheiten." Freunde der Barockmusik kommen nicht zu kurz. Im Februar gastiert das Ensemble "Frau Nelles und die Nachtigall" im Kammermusiksaal. Im Starporträt steht die Künstlerin Nicola Jürgensen. Der Abend mit der Soloklarinettistin wird von Maximilian Stössel moderiert. Auch das Niederrheinische Kammerorchester leistet mit drei Programmen wieder einen Beitrag zur Reihe. Im Herbstkonzert am 22. September diesen Jahres geht es zum Beispiel um die Stimmen der Vögel. Ein Programmheft ist erschienen. Der Konzerteintritt kostet jeweils 14 Euro, das Abo 105 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt.

(RP)
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