Museumssonntag: Adventsfreude im und am Moerser Schloss

Museumssonntag : Adventsfreude im und am Schloss

Am Museumssonntag gab es Stände, Präsentationen, Musik und ein Bilderbuchkino für Kinder.

Nachdem die Uhr der Josefkirche zwölfmal geschlagen hatte, begann der Posaunenchor Moers im Schlosshof zu spielen: „Macht hoch die Tür“, „Vom Himmel hoch“, „White Chrismas“ und „Jingle Bells“ erklangen. „Bläser können auch bei schlechtem Wetter spielen“, meinte Leiter Stefan Büscherfeld mit Blick auf den feinen Nieselregen. Er freute sich, über dem Stumpf des Schlossturmes musizieren zu können. „Beim nächsten Mal ist das Wetter besser“, meinte er am zweiten Adventssonntag zur Premiere, die feucht, aber nicht ins Wasser gefallen war.

Zum ersten Mal hatte das Grafschafter Museum den Innenhof des Schlosses mit ins Programm des Museumssonntags einbezogen. Dort verkaufte der Elternrat des Sankt-Elisabeth-Kindergartens Glühwein und Punsch, der von Lions-Clubs Moers und Grafschaft Moers gestiftet worden war. Dort berichtete Diana Finkele in vier Führungen, wie der aktuelle Stand der Ausgrabungen ist. Und dort spielte mittags dann auch der Posaunenchor, der am Vormittag den Museumssonntag mit einem Turmblasen eröffnet hatte.

Neben der Premiere dieses neuen Raums hatte Tania Berger, die als Museumsmitarbeiterin den Tag organisiert hatte, im Schloss zwei Premieren vorbereitet. Unter dem Dach des Neubaus lasen prominente Christdemokraten erstmals Kindern Weihnachtsgeschichten vor. Als Vorleser hatten sich unter anderem Bürgermeister Christoph Fleischhauer und Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski eingetragen wie Landratskandidat Ingo Brohl oder die Fraktionsvorsitzende in Spe Julia Zupancic. Ferner lud die Bibliothek Moers zum ersten Mal unter dem Titel „Die verlorenen Weihnachtspost“ zu einem Bilderbuchkino ein.

Neben dem Schlosshof als neuem Raum sowie dem Vorlesen und dem Bilderbuchkino als neue Formate gab es auch Gruppen und Personen, die zum ersten Mal dabei waren. So bot die Gruppe Seebrücke Gebäck und Weihnachtskarten an. „Der Museumstag ist eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren“, sagte Wolfgang Wöhler, der mit seiner Frau Beate Wöhler zu den Aktiven der Seebrücke zählt. Kommen jedes Jahr doch um die 1000 Besucher am zweiten Advent ins Moerser Schloss.

Doris Fischer aus Krefeld und Marion Mohanty aus Neukirchen-Vluyn saßen zum ersten Mal in der Grafschafter Stube am Spinnrad. „Wir sind eine Gruppe von fünf Spinnerinnen“, erzählten die beiden beim Museumstag, der erneut unter dem Motto „handgemacht und hausgemacht“ stand. „Spinnen ist ein altes Handwerk, wie Stricken. Gleichzeitig kann eine gestickte Wollmütze modisch sein. Die Besucher sind sehr interessiert.“