Mordanklage nach Messerstecherei im Repelener Bordell

Bluttat in Moers : Mordanklage nach Messerstecherei im Repelener Bordell

Voraussichtlich im November beginnt der Prozess gegen einen Mann, der im April in einem Repelener Bordell eine Frau mit einem Messer getötet und eine weitere lebensgefährlich verletzt hat. Die Anklage wirft dem 46 Jahre alten Duisburger Mord, versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.

Laut Anklage soll er am 6. April gegen 21.45 Uhr das „Moulin Rouge“ durch die Hintertür betreten und einen Raum aufgesucht haben, in dem die beiden Frauen sich miteinander unterhielten. Mit einem 18 Zentimeter langen Küchenmesser soll der Mann auf die beiden 31 und 38 Jahre alten Prostituierten losgegangen sein. Die ältere erlitt Stichverletzungen der Lunge und des Herzens. Anschließend, so die Anklage, wandte sich der Angreifer der 31-Jährigen zu. Er drückte sie auf einen Tisch und verletzte sie am Rücken und im Gesicht. Trotz ihrer schweren Verletzungen konnten die beiden Frauen über den Hinterhof des Bordells in einen benachbarten Imbiss flüchten. Dessen Betreiber alarmierte Rettungskräfte und Polizei. Die 38-Jährige starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die 31-Jährige überlebte dank einer Notoperation. Der Täter flüchtete zunächst, stellte sich aber später der Polizei.

Während der Gerichtsverhandlung wird es auch um die Motive des Täters gehen. Möglicherweise handelte es sich um eine Beziehungstat. Der Angeklagte und die 31-Jährige haben ein gemeinsames Kind. Die Frau tritt in dem Gerichtsverfahren vor dem Schwurgericht in Kleve als Nebenklägerin auf.

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