"MoNoTyp" bewirbt sich bei "Deine Bühne"

„Deine Bühne“ : MoNoTyp – alles, nur nicht monoton

Musiker haben die Chance auf Auftritte bei den Enni Nights of the Bands in Moers, Rheinberg und Xanten.

Auch bei der zweiten Auflage des Bandcontests „Deine Bühne“, werden drei junge Musikgruppen gesucht, die frischen Wind in die im Herbst stattfindenden „Enni Nights of the Bands“ in Moers, Rheinberg und Xanten bringen. Drei Auftritte sowie eine Gage winken den drei Siegern des Wettbewerbs, bei dem sowohl das Publikum per Online-Voting, aber auch eine Fachjury über den Ausgang entscheiden wird.

Unter den Bewerbern dieses Jahres sind die Musiker von „MoNoTyp“. Die vier Mittvierziger aus Moers und Umgebung setzen mit ihrer jungen Band auf deutsche Texte mit viel Tiefgang und handgemachter Rock-Pop-Musik auf hohem Niveau. Im Gepäck haben sie, neben viel Lebenserfahrung und Expertise, bereits genug Songs, um ein ganzes Album füllen zu können – und dass, obwohl die Band als solche erst seit knapp fünf Monaten besteht.

„Wir kennen uns alle extrem lang, teilweise schon seit der Schulzeit, und das sind mittlerweile auch schon 30 Jahre. Wir haben schon immer miteinander musiziert, hatten aber nie eine Band, weil jeder so seine eigenen erfolgreichen Projekte verfolgt hat. Mit MoNoTyp versuchen wir also jetzt etwas Neues, was uns endlich verbindet“, erklärt der Moerser Mikel Bluni. Wie alle Mitglieder der Band ist der Gitarrist ein alter Hase im Musikbusiness. In der Vergangenheit arbeitete er als Studiomusiker und Komponist. 2012 schuf er für die Interpretin Ema die offizielle Hymne der Olympischen Jugend-Winterspiele.

Der Bassist Kaneshka Musleh war schon in der ganzen Welt als Produzent und Songwriter unterwegs und hat unter anderem für Peter Maffay getextet. Der Sänger Jens Skorwider war die Stimme der erfolgreichen Bluesrockband „Jimmy Steeltown“, und Schlagzeuger Oliver Horlitz schaffte mit seiner Folkrock-Band „Galahad“ den Sprung an die Spitze der schwedischen und neuseeländischen Charts.

Nach vielen internationalen Projekten entstand aber der Wunsch, „etwas Deutsches“ zu machen. „Jetzt ist es ja im Moment so, dass handgemachte deutsche Musik wieder etabliert ist, und wir hatten halt richtig Bock darauf. Auf der emotionalen Ebene können wir uns einfach durch unsere Muttersprache besser ausdrücken und Brücken schlagen“, sagt Mikel Bluni und fügt scherzend hinzu: „Wobei der Begriff Muttersprache in unserer Multi-Kulti-Gruppe gar nicht wirklich richtig ist. Von Afghanistan, über Rumänien und Italien ist alles dabei. Olli haben wir halt als Quotendeutschen mit dabei.“

Im großen Strom der deutschen Musiker sind sich die Jungs von „MoNoTyp“ ihrer Stärke bewusst. Sie sind sich sicher, dass sie durch ihre Lebenserfahrung manche Themen einfach besser vermitteln und authentischer wiedergeben können. „Wenn wir die Welt in einen von unseren Songs retten, dann haben wir es wahrscheinlich auch im richtigen Leben schon getan.“

Ihre Inspiration für die Texte ziehen die Musiker aus dem Leben selbst. Ihre Erinnerungen spielen dabei eine große Rolle, nicht selten ist der Nostalgie-Faktor der Lieder groß. So zollen sie ihren Helden Bud Spencer oder Terence Hill in dem Song ‚Helden‘ ihren Respekt. Aber auch im Alltag haben sie immer wieder spontane Ideen. „Manchmal sitze ich im Auto und höre die Nachrichten. Themen, die mich bewegen, möchte ich dann auch musikalisch umsetzen,“ sagt Mikel Bluni und deutet dabei auf den Song ‚Fremdling‘ hin, der sich mit der Flüchtlingsthematik auseinandersetzt, ohne dabei auf Vorurteile einzugehen.

„Grundsätzlich sind wir eine sehr positive Band. Wir wollen den Leuten Ankerpunkte geben, wo sie sich wiederfinden und versuchen Songs zu konzipieren, die einen Mitsingcharakter haben, ohne in die Schlagerrichtung zu verfallen“, beschreibt der Gitarrist die Richtung der Band. „Der Song ‚Antworten‘ zum Beispiel, den wir inzwischen auch als Video aufgenommen haben, geht einem so schnell nicht mehr aus dem Ohr.“