Moers: Moerser stehen wegen Drogenhandel vor Gericht

Moers: Moerser stehen wegen Drogenhandel vor Gericht

Die Angeklagten sollen große Mengen Marihuana und Amphetamine gelagert und weiterverkauft haben.

Am gestrigen Mittwoch fand der erste Verhandlungstermin in der auswärtigen Strafkammer des Moerser Amtsgerichtes statt. Angeklagt sind drei junge Moerser, die sich der Einfuhr und des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 18 Fällen schuldig gemacht haben sollen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, in der Zeit vom 16. Juni bis zum 17. Oktober 2017 zumindest einmal wöchentlich jeweils rund ein Kilogramm Marihuana zum gewinnbringenden Weiterverkauf nach Deutschland importiert zu haben. Zusätzlich hätten die Angeklagten in zwei Fällen im September 2017 jeweils rund ein Kilogramm Amphetamin eingeführt.

Der 29-jährige Angeklagte soll dabei als Kopf der Bande agiert und den Kauf und Verkauf der Betäubungsmittel koordiniert haben. Der 30 Jahre alte Angeklagte soll diese Betäubungsmittel entgegengenommen, gelagert und abgepackt haben. Der 26-jährige Angeklagte habe seinem Bruder, dem 30-Jährigen, gelegentlich beim Abpacken geholfen sowie Hilfstätigkeiten für den Bandenchef übernommen.

Zur Strafverhandlung fanden sich die Angeklagten mit ihren Verteidigern sowie zahlreiche Zeugen und Sachverständige ein. Alle drei angeklagten Männer machten Angaben zu ihrer Person. So berichtete der 29-jährige Angeklagte, dass er seit 1993 in Moers lebe und aus schwierigen Familienverhältnissen stamme. Er habe seinen Hauptschulabschluss gemacht, aber keine Ausbildung oder Anstellung daran anschließen können. Bis 2012 habe er selbst Kokain und Amphetamine konsumiert, aber nach seiner Hochzeit und der Geburt seiner dreier Kinder damit aufgehört.

Die beiden Gehilfen stammen aus ähnlichen Verhältnissen. Kennengelernt habe der ältere der beiden Brüder den 29-jährigen Moerser, als er ihm selbst Drogen verkauft habe. Kurz darauf willigte er ein, ihm bei der Lagerung und dem Abpacken der Ware zu helfen.

Alle drei bestätigen die Richtigkeit der ihnen zur Last gelegten Tatbestände. Der Kopf der Bande befindet sich seit Oktober in Haft, die beiden Brüder sind nach kurzer Zeit entlassen worden und wollen ihren Lebensstil nun ändern.

Am gestrigen Verhandlungstag kam es zu keinem Urteil, es sind Fortsetzungstermine am 29. März und 4. April angesetzt.

(RP)