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Moerser Schüler tüfteln für „Jugend forscht“

Wettbewerb : Schüler tüfteln für „Jugend forscht“

Bei einer Generalprobe präsentierten die Schüler des Adolfinums ihre Projekte. Am 3. März wird’s ernst.

Fleiß und Arbeit werden sich für die Schüler und Schülerinnen des Adolfinum-Gymnasiums in Moers (hoffentlich) endlich auszahlen. Der Regionaltag von „Jugend forscht“, der am 3. März in Krefeld über die Bühne geht, rückt immer näher. Damit an dem besagten Tag auch alle Präsentationen der Schüler möglichst optimal gelingen, fand jetzt eine Generalprobe in der Pausenhalle des Gymnasiums statt. Eine erste Bewährungsprobe also für die jungen Tüftler.

„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist es, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Dabei sollen Talente gefunden und gefördert werden. Teilnehmen können Jugendliche ab der vierten Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Den Gewinnern winken Geld- und Sachpreise.

„Seit knapp einem Jahr arbeiten die Schüler auf den Regionaltag hin“, sagt Lehrerin Katharina Adams, die mit zwei weiteren Kollegen für die Organisation des Wettbewerbs am Adolfinum zuständig ist. Angefangen habe alles mit den Erweiterungsprojekte, so Adams. Dabei werden begabte Schüler gefördert, indem sie durch eigene Recherche eine Präsentation erstellen müssen. „Wir wollten das Projekt erweitern und so kamen wir zu Jugend forscht“, sagt Adams. Die Schüler sollen dabei Themen selbst suchen und eigenständig daran arbeiten. Der Lehrer dient dabei als Begleitperson bei der Aufgabenstellung oder bei der Beschaffung der Materialien. „Nicht jeder hat Chemikalien zu Hause“, sagt Adams und schmunzelt. Anmelden durften sich alle, die Interesse an dem Wettbewerb haben.

13 Projekte von 21 Schülern des Adolfinum-Gymnasiums sind in dem Jahr entstanden. Die jüngsten Teilnehmer kommen aus der sechsten Jahrgangsstufe, die ältesten kommen aus der zwölften Jahrgangsstufe. „Die ältesten Schüler müssen sich sogar doppelt vorbereiten. Einmal für den Regionaltag in Krefeld, und einen Tag später schreiben sie ihre Vorabi-Klausuren. Das sagt viel über ihr Interesse an das Projekt aus“, sagt Adams. Zweck der Generalprobe ist die Vorbereitung der Präsentation vor größerem Publikum.

Unter den Projekten sind ganz unterschiedliche Themenbereiche zu finden: Einmal geht es um das Überleben der Pinguine in der Kälte, dann wiederum um einen digitalen Adventskalender oder sogar um einen 3D-Drucker. Auch Philipp Domagala hat sich ein Thema ausgesucht, das gerade die Schule interessieren könnte – Konzentrationssteigerung durch Sport. Der Schüler hat dafür mithilfe einer App die Konzentration vor und nach dem Sport ausgewertet. „Es wird nicht umsonst gesagt: Durch Sport bekommt man einen freien Kopf“, sagt Domagala.

Die Präsentationen der einzelnen Projekte fand in Einheiten statt. Jeder hatte 15 Minuten Zeit, sein Projekt vorzustellen, dabei wurden immer drei bis vier Vorträge gleichzeitig gehalten. Je nach Interesse konnte so an verschiedenen Stellen in der Pausenhalle mehreren Projekten zugehört werden.

Großeres Interesse hat die Smartphonehülle mit eingebautem Airbag hervorrufen – Anne Kleine-Grefe hat sich damit beschäftigt. „Auf die Idee kam ich, als ich eines Tages ins Auto gestiegen bin und dabei mein Handy herunterfiel. Sofort hat man Angst, dass es kaputt ist. Dagegen wollte ich was unternehmen“, sagt Kleine-Grefe. Eine Handyhülle mit eingebauten Stoßdämpfern – wer wünscht sich so etwas nicht.

Die Schüler engagieren sich innerhalb der Projekte auch für die Umwelt: Niklas Klag hat sich mit der Vermeidung von Bremsstaub auseinandergesetzt. Evelyn Hofmann will Pflanzschalen für Kresse gesundheits- und umweltfreundlicher machen.

„Die Schüler können durch den Wettbewerb viele Erfahrungen sammeln und haben viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln“, sagt Lehrerin Adams. Dank der Generalprobe können die Teilnehmer noch an ihren Vorträgen feilen und kleine Vorbereitungen für den lang ersehnten Tag treffen.