1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Moerser laufen für Kinderhospiz-Verband quer durch Deutschland

Moerser laufen für Kinderhospiz-Verband : Durch Deutschland für die Kinderhospizarbeit

Daniel Quehen legt zu Fuß große Distanzen zurück. Sein nächstes Projekt: 987 Kilometer von Füssen bis Flensburg für den guten Zweck.

Daniel Quehens Leidenschaft ist das Laufen. Ausgestattet mit Rucksack legt er zu Fuß große Distanzen zurück. So ist er bereits fünfmal den Jakobsweg gelaufen, hat sowohl das Death Valley als auch die Atacama-Wüste durchquert und macht auch schon mal einen spontanen Sparziergang bis nach Venlo. Insgesamt 52.000 Kilometer hat der Franzose, der seit vielen Jahren in Moers zu Hause ist, so bereits zurückgelegt.

Sein nächstes Projekt ist eine Herzensangelegenheit: Quehen will quer durch Deutschland von Füssen bis Flensburg laufen – und zwar für einen guten Zweck. Als der 65-Jährige im vergangenen Jahr eine Fernsehsendung im Rahmen des „Red Nose Day“ über das Kinderhospiz in Berlin sah, berührte ihn das sehr. Aus dieser Betroffenheit entstand der Entschluss, dass er etwas unternehmen will, um die wertvolle Arbeit der Kinderhospizarbeit zu unterstützen.

„Es gibt meiner Meinung nach aktuell nichts Wichtigeres, als den Menschen vor Augen zu führen, dass es in Deutschland und der ganzen Welt leider immer noch viel zu viele Kinder gibt, die unsere Hilfe brauchen“, sagt Quehen. „Kinder, denen man etwas Freude zurückgeben muss, indem man ihre kleinen Träume wahr werden lässt und die Herzen dieser Kinder wieder etwas lächeln lässt.“

Auf seiner Tour, die über die Städte Füssen, Augsburg, Nürnberg, Bamberg, Gotha, Braunschweig und Hamburg führt, will er auf die Arbeit des Bundesverbandes Kinderhospiz aufmerksam machen. Spenden sammeln will er auf der 987 Kilometer langen und rund 20 Tage andauernden Tour nicht, aber in den angesteuerten Städten will er Flyer verteilen und so die Menschen zum Spenden animieren. „Wenn jeder nur einen Euro geben würde, wäre schon viel erreicht“, so Quehen. Bei Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz, stieß er mit seiner Idee offene Türen auf. „Die Zusammenarbeit lief von Anfang an sehr unkompliziert.“

Schnell fand er auch Mitstreiter für sein Vorhaben: Mit den Moersern Sven und Björn Viehrig ist Quehen schon seit vielen Jahren befreundet. Eine gemeinsame Tour gab es für die drei bislang nicht. Sven Viehrig ist Schlosser und Vater von zwei Kindern: „Meine Familie war zunächst überrascht als ich von der Sache erzählte. Als sie erfuhr, dass es für einen guten Zweck ist, gab es aber keine Einwände mehr“, berichtet der 45-Jährige. Sein Neffe Björn, ebenfalls Familienvater, freut sich auf die Aktion. „Sowas macht man ja auch nicht jeden Tag, das ist schon ein kleines Abenteuer.“ Auf Luxus wird während der Reise verzichtet, geschlafen wird während der Wanderschaft im Zelt. Nur in Füssen und Flensburg gönnen sich die drei eine Übernachtung im Hotel.

Am 6. Mai soll die Tour in Füssen starten. Vier Tage vorher, am 2. Mai, werden die drei Abenteurer in Moers am Königlichen Hof anzutreffen sein. Auch dort werden sie von 10 bis 17 Uhr Informationsflyer verteilen und Werbung für den Bundesverband Kinderhospiz machen. Die Erlaubnis der Stadt Moers zur Sondernutzung des Raumes wurde bereits erteilt.

Ein weiteres Projekt hat Daniel Quehen bereits geplant. Vom 24. bis 31. Juli macht er einen 170 Kilometer langen Fackellauf von Merchweiler nach Trier anlässlich einer Hospiz-Neueröffnung.