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Moerser Landfrauen schwimmen in Pink

25-Stunden-Schwimmen : Moerser Landfrauen schwimmen in Pink

Beim 25-Stunden-Schwimmen drehte sich alles um den guten Zweck. Geschwommen wurde für die mobile Kindertafel vom Verein Klartext für Kinder in Moers. Insgesamt nahmen 506 Personen teil. Erstmals waren die Landfrauen dabei.

Punkt 11 Uhr startete am Samstag das 25-Stunden-Schwimmen im Enni Sportpark Rheinkamp. Schon in der ersten Stunde hatten 169 Menschen ihre Starterkarten ausgefüllt und zogen Bahn um Bahn. Am Vormittag nahmen sogar zwei sechste Klassen des Grafschafter Gymnasiums teil. Die zwölfte Ausgabe stand unter dem Stern „Guter Zweck“, diesmal für die mobile Kindertafel von Klartext für Kinder in Moers. Mit dabei waren erstmals die Landfrauen vom Ortsverein Moers-Repelen. Ihre Vorsitzende Elke Krüger warb im Vorfeld für die Idee. „Ich habe schon am 25-Stunden-Schwimmen teilgenommen. Als Landfrauen starten wir nun einen Feldversuch. Zunächst herrschte ein bisschen Erstaunen, aber dann kamen die Anmeldungen“, so die Kräuterfachfrau. Zwölf Landfrauen stiegen in die Fluten, einige sogar nochmals am Sonntag.

Für Anette Krätzig-Vutz, engagiert beim DLRG und den Freien Schwimmern, eine super Veranstaltung direkt zu Jahresbeginn. Vom alten Image der kuchenbackenden Landfrauen ist in der Runde wenig zu spüren. Im Gegenteil. Besichtigungen, Ausflüge und Fortbildungsmaßnahmen stehen auf dem Programm der Frauen. Die Lust aufs Land dominiert. „Wir sind mit unseren Angeboten breit aufgestellt und wollen einerseits unser Wissen weitergeben, andererseits das Landleben lebendig halten“, so Anette Krätzig-Vutz. Das „coole“ Programm lädt auch diejenigen ein, die keinen Landwirtschaftsbetrieb haben. „Mitmachen kann bei uns jede, die sich uns und landwirtschaftlichen Themen verbunden fühlt“, sagt Maren Ueltgesforth. Untergehen in der Masse, das ist nicht das Ding der Landfrauen. Deshalb hatte Elke Krüger Badekappen in Pink besorgt. „Das ist unsere Verbandsfarbe und für uns untereinander im Wasser ein gutes Erkennungszeichen“, so Elke Krüger. Schwimmen für den guten Zweck ist so ganz im Sinne der Landfrauen-Satzung, die sich mit verschiedenen Aktivitäten für caritative Zwecke engagieren, so beispielsweise mit einem Stand beim Repelener Dorffest. Noch weitere Argumente für das Schwimmvergnügen zählen. „Gleichzeitig tun wir etwas für unsere Gesundheit. Das Geld wird vor Ort eingesetzt“, so Elke Krüger. Bahn um Bahn ziehen die Landfrauen und werden später Urkunden und sogar mit Medaillen belohnt. Für 1000 Meter gibt eine Bronze-Medaille, für 2000 Meter eine Silbermedaille. Gold gibt es für 5000 geschwommene Meter. Eine Bahn misst 25 Meter. „Zwei Bahnen sind das Mindeste. Jeder bekommt eine Urkunde“, sagt Benjamin Beckerle, Enni-Bereichsleiter Sport und Bäder. Teilnehmen konnten Einzelpersonen, Familien, Schülermannschaften und Gruppen bis zu fünf Personen.

„Neu ist in diesem Jahr die Klasse Senioren Ü50, also Jahrgang 1970 und älter“, erklärte Bereichsleiter die Wertungsklasse. Der älteste Teilnehmer dieses Mal war 83 Jahre, der Jüngste vier Jahre alt. Fazit der Landfrauen: „Super, ein voller Erfolg. Alle sind begeistert, auch wenn zu Anfang ein wenig Skepsis herrschte. Unser Feldversuch ist gelungen. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, betont Elke Krüger auf RP-Nachfrage.