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Moerser Jugendbuchjury ehrt fleißige Leserinnen und feiert Abschlussparty

Schülerprojekt in Moers : Jugendbuchjury ehrt fleißige Leserinnen

250 Moerser Schüler und Schülerinnen haben Bücher gelesen und ihre Favoriten gekürt. Auf den ersten Platz setzten sie „Und wenn es kein Morgen gibt“ von Jennifer Armentrout. Zum Abschluss wurde eine Party gefeiert.

Bei der Moerser Jugendbuch-Jury ist das Zeitalter des Papiers zu Ende gegangen, zumindest bei den Bewertungsbögen. Diesmal vergaben Schüler noch auf einem Formular Punkte, wie sie zum Beispiel Inhalt, Figuren sowie Genre eines Jugendbuches fanden und ob sie es weiterempfehlen würden. Außerdem konnten sie eine Rezension schreiben. „Beim nächsten Mal soll die Bewertung digital erfolgen“, berichtete Bibliotheksleiterin Ursula Wiltsch am Freitagabend, als die 22. Ausgabe der Moerser Jugendbuch-Jury mit einer Party abgeschossen wurde. „Dann werden sich wieder mehr Schüler beteiligen. Diesmal gaben 250 ihre Bewertungen ab. Zu besten Zeiten waren es einmal 350.“

Dabei hat das Format nichts an seinem Reiz verloren, das unter www.die-vor-leser.de bereits im Internet zu finden ist. „Bücher unterhalten uns, bringen uns auf andere Gedanken und inspirieren“, sagte Projektkoordinatorin Claudia Knust. „Gerne empfehle ich selbst gute Bücher, die ich gelesen habe, weiter. Das tut die Moerser Jugendbuch-Jury im großen Stil.“

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Diese Jury sind Schüler der weiterführenden Schulen in der Grafenstadt, von denen Dreiviertel weiblich sind. Sie lesen mehrere der 20 Bücher, die vom Vorbereitungsteam ausgewählt wurden. Dieses besteht wiederum aus Schülern, was eine der Besonderheiten des Formats ist. Dazu kommen einige einstige Schüler, die heute studieren, sowie Claudia Knust von der Bibliothek. Das Vorbereitungsteam fährt in den Herbstferien zur Frankfurter Buchmesse, um sich über die Neuerscheinungen zu informieren. „Die Kontakte zu den Verlagen sind gut“, berichtete Patrick Stenzel, der mit 26 Jahren zu den ältesten im Team zählt und am Freitagabend seinen Geburtstag feierte. „Oft erhalten wir Bücher umsonst.“ Das Team wählt 20 Neuerscheinungen aus, die in der Bücherei im Hanns-Dieter-Hüsch-Haus einen besonderen Platz erhalten. Diesmal wurden 19 davon von Autorinnen geschrieben.

Als Favoriten gelten die Autorinnen, die bei der letzten Jugendbuch-Jury vorne lagen. Das war auch bei der 22. Ausgabe so, die von den Herbst- bis zu den Osterferien dauerte. Siegerin wurde die Amerikanerin Jennifer L. Armentrout mit ihrem Buch „Und wenn es keinen Morgen gibt“, nachdem sie 2018 mit ihrem Buch „Morgen lieb ich Dich für immer“ den dritten Platz belegt hatte. Den zweiten Platz erreichte Ursula Poznanski mit „Thalamus“, die 2018 mit „Aquilla“ gewonnen hatte. Den dritten Platz sicherte sich Sarah Schröder mit „Swallows“. Es ist das Erstlingswerk der 20 Jahre alten Moerserin, die selbst dem Jugendbuch-Jury-Vorbereitungsteam angehört. „Bei ihr zeigt sich, was sich aus einer Überzeugung entwickeln kann“, sagte stellvertretender Bürgermeister Ibrahim Yetim bei der Abschlussparty vor 100 jungen Gästen in der Bibliothek. „Diese Überzeugung haben alle Teammitglieder, die die Vorbereitung mit ihrer Freizeit bezahlen.“