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Moerser Ehepaar feiert Diamantene Hochzeit

Moerser Ehepaar feiert Diamantene Hochzeit : 60 Jahre durch dick und dünn

Die Eheleute Waltraud und Friedhelm Maas aus Moers feierten kürzlich die diamantene Hochzeit. Die geplante große Feier mit den Nachbarn musste wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen.

„Das Schönste aber hier auf Erden, ist lieben und geliebt zu werden.“ Mit diesem Zitat von Wilhelm Buch bedankten sich die Moerser Eheleute Waltraud und Friedhelm Maas für die zahlreichen Glückwünsche zu ihrer diesjährigen diamantenen Hochzeit. Genau am 3. Juni vor 60 Jahren gaben sich der damals 24-jährige Elektriker und die ein Jahr jüngere Strumpfdirektrice in der Evangelischen Dorfkirche in Repelen das kirchliche Ja-Wort und besiegelten damit eine ungewöhnlich beständige Ehe. „60 Jahre, das ist schon was. Natürlich hat es in unserer Ehe auch schon mal gekracht, aber dann haben wir uns einmal umgedreht und alles war wieder gut“, beschreibt der heute 85-Jährige die gemeinsamen Jahre, und seine ein Jahr jüngere Frau nickt dazu lächelnd. Kennen gelernt hatten sich die beiden als Teenager im Repelener Sportverein VfL. Friedhelm spielte dort Fußball und Waltraud war zu diesem Zeitpunkt bereits mehrfache Leichtathletik Kreismeisterin. Schon damals fanden sie sich gegenseitig so nett, dass es sogar ihren Schulkameraden auffiel und sie Waltraud bisweilen schon mit „Frau Maas“ ansprachen. Bis dahin sollten jedoch noch ein paar Jährchen vergehen. Friedhelm Maas machte zunächst erst einmal auf der Zeche Pattberg eine Elektriker-Lehre, während seine zukünftige Frau als Vorarbeiterin in einer Strumpffabrik für korrekte Nähte in den nach dem Krieg heiß begehrten Nylonstrümpfen sorgte. Als er dann mit 20 den Fußballsport aufgab, um dreimal wöchentlich abends in Duisburg seinen Elektrotechniker zu machen, war sie damit nicht nur einverstanden, sondern stand ihm in dieser Zeit hilfreich zur Seite. „Das hat uns irgendwie noch mehr zusammengeschweißt“, erinnert sich Friedhelm Maas. Schon damals war beiden klar: „Wir gehören zusammen.“ Vier Jahre später wurde dann geheiratet. Vormittags im Standesamt, mittags in der Kirche, und nachmittags ging es mit einer Reisegesellschaft für 14 Tage auf Flitterwochenfahrt nach Tirol. Nach ihrer Heimkehr zogen die jungen Eheleute in das Haus von Friedhelms Eltern in der Drosselstraße 13, wo sie noch heute wohnen. Hier kümmerte sich Waltraud neben ihrem Mann auch um dessen Eltern und Bruder und drei Jahr später nach der Geburt der Tochter Birgit zusätzlich noch um ein kleines Baby. „Ich bin, glaube ich, von Natur aus eine sehr hilfsbereite Person“, schätzt sich Waltraud Haas selber ein. Diesmal ist es ihr Mann, der lächelnd nickt. Die Tochter lebt inzwischen mit Mann und Sohn in Rheinland-Pfalz. „Ja, schade. Das ist etwas weit weg“, bedauert Waltraud. „Aber wir telefonieren regelmäßig, und zu unserer diamantenen Hochzeit sind sie trotz Corona-Krise alle drei angereist.“ Eigentlich hatte das Ehepaar Maas seine 60-jährige Jubiläumshochzeit zusätzlich auch mit den Nachbarn feiern wollen, denn das tut man in der Drosselgasse nicht nur zu solchen Anlässen, sondern auch sonst regelmäßig schon seit vielen Jahren. In diesem Jahr mussten die beiden wegen des Corona-Virus leider auf eine solche Feier verzichten. Dennoch kamen alle Nachbarn an dem Tag, um den beiden wenigsten kurz an der Haustür zu gratulieren, und abends hatte einer von ihnen, ein gelernter Koch, in dem Kerkener Lokal, in dem er beschäftigt ist, extra für das Jubelpaar und seine Familie ein eigenes Abendmenue zusammengestellt.