Wälder im Kreis Wesel Ranger sollen zwischen Mensch und Natur vermitteln

Kreis Wesel · Der Kreis will zwei Ranger einstellen. Sie sollen mit Waldbesuchern reden, Führungen anbieten und Schulen oder Kindergärten besuchen. Landrat Ingo Brohl hat einen Vertrag dazu unterzeichnet. Was er sich vom Einsatz der neuen Kräfte erhofft.

 Landrat Ingo Brohl (rechts) mit den Kooperationspartnern.

Landrat Ingo Brohl (rechts) mit den Kooperationspartnern.

Foto: Kreis Wesel

In Wäldern des Kreises Wesel werden künftig zwei Ranger beziehungsweise Rangerinnen tätig sein.  Sie sollen „Erholungssuchende vor Ort informieren, Pflege- und Instandsetzungsarbeiten durchführen sowie den gesetzlichen Forstschutz und die Naturschutzwacht sicherstellen“, teilte der Kreis Wesel am Dienstag mit. „Darüber hinaus werden die Rangerinnen und Ranger im Rahmen der Umweltbildung u.a. Führungen anbieten und Schulen und Kindergärten besuchen, um dort über den Wald und die Natur aufzuklären.“

Das Einsatzgebiet der Rangerinnen und Ranger umfasse die Waldflächen außerhalb der Liegenschaften des RVR im gesamten Gebiet des Kreises Wesel sowie besondere Waldgebiete mit bedeutsamer Größe und Konfliktpotenzial, so der Kreis weiter.

Landrat Ingo Brohl hat am Dienstag einen Kooperationsvertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leiter des Regionalforstamtes Niederrhein Julian Mauerhof, und dem Kreis Wesel sowie sechs weiteren Kooperationspartnern zum Einsatz der Ranger unterschrieben. Ziel des Einsatzes ist laut Vertrag „die vom Nachhaltigkeitsgedanken getragenen naturverträglichen Nutzungsmöglichkeiten der bewirtschafteten und unbewirtschafteten Waldflächen zu vermitteln und die Multifunktionalität des Waldes zu fördern.“

„In der Vergangenheit ist es in unseren Wäldern leider immer häufiger zu Fehlverhalten von Waldbesuchenden und dadurch zu Schäden in der Natur gekommen“, sagte Ingo Brohl. „In der Folge kam es zu Konflikten zwischen Erholungssuchenden und Eigentümern, Forstleuten sowie der Naturschutzbehörde. Durch den Einsatz der Rangerinnen und Ranger und die damit verbundene Aufklärung über den Wald, seine Lebewesen und die Natur stärken wir das Verständnis für den Wald und erleben hoffentlich zukünftig ein rücksichtsvolleres Miteinander und weniger Regelverstöße.“

Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land, Kreis, dem Waldbauernverband NRW, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW sowie den Forstbetriebsgemeinschaften Hünxe, Schermbeck-Drevenack, Rheinaue und Moers läuft vorerst für fünf Jahre. Die Personalkosten übernimmt der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Der Kreis beteiligt sich mit jährlich 17.000 Euro pro Ranger. Die Stellen werden demnächst ausgeschrieben, teilte der Kreis Wesel mit.

(RP)
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