Moers: Warum interkulturelles Sprachenlernen wichtig ist

Fachtagung in Moers : Warum interkulturelles Sprachenlernen wichtig ist

Pädagogen haben sich im Grafschafter Museum im Moerser Schloss getroffen.

Miteinander, nicht nebeneinander lernen: Eine Fachtagung im Grafschafter Museum im Moerser Schloss hat sich mit Perspektiven des interkulturellen Sprachenlernens durch den Austausch zwischen deutschen und niederländischen Schulen beschäftigt. Die Veranstaltung fand im Rahmen der am 7. Oktober geschlossenen Kooperation zwischen dem Grafschafter Museum und dem Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung der Universität Duisburg-Essen statt.

Das Projekt „Nachbarsprache & buurcultur“ der Universität Duisburg-Essen und der Radboud Universiteit in Nijmegen möchte Bilingualität in Grenzregionen stärken. Neben vielen praktischen Tipps für den eigenen Unterricht durften die Teilnehmer in verschiedenen Workshops „aktiv in den Austausch mit den niederländischen Kolleginnen und Kollegen gehen“, berichtete Grundschullehrerin Andrea Koppert. Die Pädagogin konnte „viele tolle Eindrücke und Inhalte für den eigenen Unterricht mit nach Hause nehmen“.

Auch Hürden des interkulturellen Sprachenlernens waren an dem Tag Thema: „Bisher gibt es viel zu wenig Materialien speziell für den schulischen Austausch zwischen deutschen und niederländischen Grundschulen“, so Dr. Charlotte Giesbers von der bilingualen Grundschule Kranenburg. Sie wünscht sich für die Zukunft eine größere Palette an Lerninhalten und Austauschmöglichkeiten für Schüler wie auch für Lehrer.

Die Organisatoren des Projektes unterstützen diese Forderung, denn „Bilingualität ist sehr wichtig!“. Thomas Bongartz, Dezernent bei der Bezirksregierung Düsseldorf, betonte in seiner Ansprache, dass „Mehrsprachigkeit– vor allem in Grenzregionen, einen großen, wissenschaftlich belegten Mehrwert bietet.“