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Moers: Warum der Königssee entschlammt wird

Gewässer in der Innenstadt : Warum der Königssee entschlammt wird

Am Montag hat die Enni mit der Reinigung begonnen. Am Mittwoch soll wieder Wasser im Becken sein.

Die gesetzliche Brut- und Setzzeit der tierischen Bewohner des Königssees im Herzen der Moerser Innenstadt ist vorüber – und mit Ende dieser beginnt die jährliche Reinigung des Sees. Die Befreiung des Königssees von Schlamm und Unrat durch die Enni Stadt & Service Niederrhein begann am Montag mit dem Ablassen des Wassers in den Schmutzwasserkanal. Danach erfolgte die Befreiung des Beckens von Unrat, welcher sich dieses Jahr vergleichsweise jedoch in Grenzen gehalten habe, so der zuständige Teamleiter Axel König. „In den letzten Jahren kam es auch vor, dass wir ganze Fahrräder im See gefunden haben. Dieses Jahr hat es sich auf eine Krücke, ein Hinterrad eines Fahrrads und Baumreste beschränkt“.

Am Dienstag rückten MItarbeiter des Bereichs Grünflächenpflege der Enni mit Besen und Schiebern an, um den See von dem angesammelten Schlamm zu befreien. Der Schlamm entsteht in dem künstlich angelegten See vor allem durch Laubfall und andere organische Stoffe. Die Regelmäßige Reinigung ist notwendig, um strenge Gerüche zu vermeiden, die sich sonst auf dauer bilden würden.

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Abschließend wurde der in der Mitte des Sees zusammengekehrte Schlamm durch einen speziellen Sauger in ein Spül- und Saugfahrzeug gepumpt und bei einem Klärwerk entsorgt. Nach der gründlichen Reinigung kann das Becken wieder mit Grundwasser befüllt werden, dies soll spätestens am Mittwoch geschehen. Menschen und Enten können den See in der Innenstadt also bald wieder genießen. Die Enten, die ihr Zuhause auf dem See und drumherum haben, lassen sich von den Enni-Mitarbeitern, die sonst im Moerser Schloss- und Freizeitpark tätig sind, ünrigens nicht weiter stören. „Die Enten zeigen sich von der Aktion stets wenig beeindruckt und ziehen von alleine ein paar Meter weiter in den Graben des Moersbaches um. Dort warten sie geduldig, bis sie in den frisch gereinigten Königssee zurückkehren können“, sagte König.

Im Sinne der Enten aber auch des Königssees hat Katja Nießen, Enni-Sprecherin, eine Bitte. „Entenbrot ist Ententod. Bitte füttern Sie die Enten nicht mit Brot. Das ist sowohl schlecht für die Enten als auch für das Gewässer.“ Die übriggebliebenen Brotreste bleiben im Wasser und sorgen dort für ein starkes Algenwachstum. Dies kann schließlich verstärkt dazu beitragen, dass der See vor allem an heißen Tagen schneller kippt.