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Moers: Virtuose Gitarrenmusik von Klein und Groß für alle.

Guitar-Festival in Moers : Virtuose Gitarrenmusik von Klein und Groß für alle

„Guitar-Festival“ heißt eine Veranstaltung der Moerser Musikschule, in der Schüler aller Altersstufen aus allen Gitarrenklassen der Schule zu einem Konzert mit Gitarrenmusik jeglicher Couleur zusammenkommen.

Seit 2012 gibt es dieses Veranstaltungsformat, das sich bei Groß und Klein großer Beliebtheit erfreut. So auch bei der achten Ausgabe am Freitagabend im Kammermusiksaal des Moerser Martinstifts. Leitung und Moderation des Abends lagen in den bewährten Händen von Ralf auf der Heiden, seines Zeichens Abteilungsleiter für Zupf- und Streichinstrumente an der dortigen Musikschule.

21 Schülerinnen und Schüler zeigten teils zusammen mit ihren Gitarrenlehrern wie Margot Dellmann-Storm und Christian Wolf vor Publikum, das überwiegend aus dem Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis der Schüler stammte, wie der Stand ihres Könnens am erlernten Instrument ist, aber auch wie sich ihre Liebe und ihr Engagement zur Musik entwickelt haben. Von daher präsentierte sich die Veranstaltung weniger als Leistungsschau, sondern mehr als ein Forum, in dem der Gitarrenmusik ein adäquater Rahmen geboten wurde, von dem Mitwirkende, Lehrkräfte und Publikum gleichermaßen profitierten. Das Repertoire reichte von Liedern aus der Barockzeit bis zur Gegenwart. So gehörte ein Bach-Menuett aus dem 18. Jahrhundert, vorgetragen vom jüngsten Teilnehmer des Abends, Noah Hager, ebenso dazu wie eine Country-Komposition des amerikanischen Bassisten Stuart Hamm, der Jahrgang 1960 ist. Gespielt wurde das äußerst heiter daherkommende Stück mit großer Fingerfertigkeit von den beiden E-Bassisten Marvin Bläser und Johannes Schwarzmann.

Doch es gab auch Rockklassiker, wie das von Michael Langer für Gitarre arrangierte „Stairway to Heaven“ (1971) von Led Zeppelin, sehr einfühlend vorgetragen von Luc Mahlberg, oder „Because“ (1969) von den Beatles, neu arrangiert von Lehrer Christian Wolf für zwei Gitarren (Lennart Fischer und Emil Justka), drei Blockflöten (Inga Jelleßen sowie Jule und Nele Becker) und einen Bass (Marvin Bläser). Sympathisch und zugleich charakteristisch für die gemeinsinnstiftendeVeranstaltung war der gezeigte Umgang mit einem Verspieler: So geschehen bei einem Duett, bei dem eine Teilnehmerin und ihr musikalischer Begleiter im Zwischenspiel einmal wenige Takte auseinanderlagen. Ihre Lösung: Sie gingen einfach zurück auf Anfang und spielten die Komposition von neuem.

Es gab für alle Beteiligten einen herzlichen Schlussapplaus.