Moers: VHS sucht Dokumente aus der Weimarer Republik

Geschichte in Moers : VHS sucht Dokumente aus der Weimarer Republik

Volkshochschule und Adolfinum bereiten Ausstellung vor. Moerser können Unterlagen aus den Jahren 1918 bis 1933 beisteuern.

Für ein besonderes Projekt erhält die Volkshochschule Moers - Kamp-Lintfort Unterstützung von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Adolfinum – und 1000 Euro Förderung. Dabei geht es um einen wichtigen Abschnitt der deutschen Geschichte: die Weimarer Republik. Eine Ausstellung und ein digitaler Stadtrundgang sollen die Zeit veranschaulichen und zeigen, wie die Menschen in Moers zu dieser Zeit lebten und sich die politischen Verhältnisse auf die Grafenstadt auswirkten.

VHS-Fachbereichsleiter Ulrich Steuten hatte sich im vergangenen Jahr an einem Projektwettbewerb des Vereins Weimarer Republik beteiligt und den Zuschlag bekommen. Unterstützt wird die VHS zudem durch den Dozenten Dennis Stephan und zwei Geschichtslehrer des Gymnasiums Adolfinums, Thomas Kozianka und Marcel Buchmüller. Auch das Stadtarchiv, das Grafschafter Museum, das Niederrheinmuseum in Wesel und der Verein „Erinnern für die Zukunft“ unterstützen die Projektidee.

„Für den ersten Schritt brauchen wir die Hilfe der Moerserinnen und Moerser“, sagte Ulrich Steuten. Gesucht werden für die Ausstellung Dokumente aus der Zeit zwischen 1918 und 1933: Das können Schriftstücke, Briefe, Bücher, Bilder, Fotos und Objekte wie zum Beispiel Schmuck oder Spielzeug sein. „Vielleicht versteckt sich bei dem ein oder anderen noch ein besonderes Stück im Keller oder auf dem Dachboden.“

Schülerinnen und Schüler des Adolfinums beschäftigen sich in einer Projektwoche mit der Weimarer Republik. Sie gestalten und bereiten die Ausstellung vor. Gemeinsam mit den Dozenten und ihren Lehrern wollen sie auch einen digitalen Stadtrundgang erarbeiten. Eine App soll die wichtigsten Orte im Stadtgebiet zur Zeit der Weimarer Republik beleuchten.

Gegenstände, Briefe und alles, was in die geplante Ausstellung passt, können Interessenten der VHS zukommen lassen. Nach vorheriger telefonischer Anfrage bei Ulrich Steuten (02841 201-559) nimmt die VHS die Schriftstücke und für die Ausstellung geeignete Gegenstände im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum (Wilhelm-Schroeder-Straße 10) entgegen.

(RP)
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