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Moers: Ursula Elsenbruch erhält „Bunten Stift“

Moers : Auszeichnung: Ursula Elsenbruch erhält „Bunten Stift“

Bunte Stifte, ein Tisch voller Vielfalt und 25 Jahre Vereinsgeschichte: am Samstag, 17. November, wird es so einiges zu feiern geben. Seit 2003 verleiht der Bunte Tisch Moers den „Bunten Stift“ an Menschen, Organisationen oder Einrichtungen in Moers, die sich aus Sicht des Vorstandes im Laufe des Jahres besonders für die Belange des Vereins verdient gemacht haben.

1993 von Amar Azzoug gegründet, ist die oberste Zielsetzung des Vereins die Förderung des friedlichen Zusammenlebens der Kulturen. Die Auszeichnung selbst ist eine Miniatur des ersten Kunstwerkes, das im Garten der Kulturen vom jordanischen Bildhauer Nazih Oweis zusammen mit der Jugendgruppe des Bunten Tisches modelliert und erstellt wurde. Das Kunstwerk spiegelt die Philosophie des Vereins wieder: die Verbundenheit in der Vielfalt.

In diesem Jahr werden zum vierten Mal gleich zwei Stifte vergeben, um die Preisträger für ihren Beitrag zur Völkerverständigung und für ihr soziales Engagement zu ehren. Der lokale Bunte Stift geht an Ursula Elsenbruch. Die Laudatio wird von Ibrahim Yetim, Landtagsabgeordneter, gehalten. Die 62 Jahre alte Preisträgerin ist Mutter und Großmutter, seit 2001 SPD-Fraktionsmitglied des Rates der Stadt Moers und seit 2004 Sozialausschussvorsitzende. Seit 2007 ist sie zudem beim Neukirchener Erziehungsverein für Opstapje, ein Frühförder- und Bildungsprogramm für Kinder unter drei Jahren in Repelen und Meerbeck beschäftigt. Darüber hinaus ist sie Gründungsmitglied von „Klartext für Kinder“, einem Verein zur Unterstützung sozial benachteiligter Kinder, bei dem sie nun auch in der Antragsgruppe mitarbeitet.

Der überregionale Stift wird von Amar Azzoug, Vorstandsvorsitzender des Vereins, an Momo Dejender, eigentlich Mohamed Reda, überreicht. Der 1970 in Algerien geborene Sänger arbeitet seit 1994 auch als Komponist, Moderator und Drehbuchautor in Berlin und ist besonders für die Brückenfunktion seiner Werke hervorzuheben. Sein Stil ist der Weltmusik zuzuordnen, da er nordafrikanische und orientalische Musik mit westlicher Jazz- und Popmusik vereint und in amazighischer, algerischer, deutscher, französischer und englischer Sprache singt.

Musikalisch wird die Veranstaltung unter anderem von Rachel Montiel begleitet, die seit 1992 in Deutschland singt und durch eigene Interpretationen bekannter französischer und deutscher Chansons, englischsprachiger und spanischer Lieder wie auch portugiesischer Bossas besticht.