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Moers und Kamp-Lintfort: Nur wenige Freibadegäste im Corona-Sommer

Bilanz der Saison in Moers und Kamp-Lintfort : Corona-Sommer lockt nur wenige Freibadgäste

Die Freibäder in Moers und Kamp-Lintfort haben im Sommer deutlich weniger Besucher registriert als sonst. Während die Enni in Moers dies vor allem auf das Wetter zurückführt, sieht die Stadt Kamp-Lintfort den Grund in erster Linie in der Corona-Pandemie.

Die Freibadsaison ist zu Ende. Die Besucherzahlen im „Corona-Sommer“ 2020 waren eher bescheiden. Wie die Enni mitteilte, kamen ins Moerser Solimare nur knapp 20.000 Besucher, im Jahr 2019 waren es noch gut 61.000 gewesen. Ähnlich die Bilanz fürs Bettenkamper Meer: Dort wurden in diesem Sommer 14.300 Gäste gezählt, im Vorjahr waren es 27.300 gewesen.

Benjamin Beckerle, Bereichsleiter der Enni Sport & Bäder, führte die schlechten Zahlen weniger auf die wegen Corona beschränkte Kapazität der Bäder zurück, sondern eher auf das Wetter. „Die heißen Tage im August, an denen die Bäder mehrfach ausgebucht waren, haben dafür gesorgt, dass uns die Saison nicht völlig verhagelt ist“, sagte Beckerle.

Dagegen sagte der Kamp-Lintforter Dezernent Christoph Müllmann über die Saison im Freibad Pappelsee: „Wir haben Corona deutlich gespürt.“ Nur knapp 12.000 Besucher suchten dort im Sommer Abkühlung. „In mittleren Saisons sind es rund 30.000, im sehr guten Jahr 2018 waren es 38.000.“ In diesem Jahr sei das Wetter nicht „super“ gewesen, aber auch nicht ganz schlecht.

„Zuerst durften wir gar nicht öffnen, dann mussten wir die Besucherzahlen beschränken“, blickte Müllmann zurück. Selbst bei schönstem Wetter durften maximal 750 Menschen ins Freibad Pappelsee. In früheren Jahren hätten Bilderbuchtage 2500 bis 3000 Besucher ins Freibad gelockt.

Die Enni beendet die Saison am Sonntag, 6. September, mit dem traditionellen „Eisbärenschwimmen“ im Bettenkamper Meer. Die mittlerweile wieder kühleren Nächte haben dafür gesorgt, dass die Wassertemperatur im Naturfreibad bereits auf unter 19 Grad gesunken ist. „Wer hier nochmal ins Wasser gehen will, braucht also ein etwas dickeres Fell“, sagte Beckerle. Dabei gibt es mehrere Anreize: Der Eintritt ab 10 Uhr ist frei. Die Gäste müssen sich auch nicht vorab online registrieren, sondern können dies ausnahmsweise direkt vor Ort tun. Außerdem belohne die Enni die „Eisbären“ mit einer kleinen Überraschung.

(pogo)