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Moers: Thementag rund um 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Kultur in Moers : Thementag rund um jüdisches Leben in Deutschland

Eine Führung über den jüdischen Friedhof, eine Präsentation über den Jugendaustausch mit Israel, Klezmermusik: Das sind drei von vielen Programmpunkten am Sonntag in Moers. Er bietet reichlich Gelegenheit, sich über Aspekte des jüdischen Lebens in Deutschland und der Grafenstadt zu informieren.

1700 Jahre ist es her, dass in Köln die erste jüdische Gemeinde auf deutschem Boden verbrieft wurde. Und genau so lange hat das jüdische Leben einen Teil unserer Kultur mit geprägt. Im Rahmen dieses Jubiläums haben bereits verschiedene Veranstaltungen in Moers stattgefunden, die jetzt am Sonntag (19. September) mit einem Thementag unter dem Titel „Auf das Leben!“ eine besondere Fortsetzung finden.

Den Auftakt bildet dabei um 11 Uhr eine Führung mit dem Gründungsmitglied des Vereins für deutsch-jüdische Zusammenarbeit Hans-Helmut Eickschen über den jüdischen Friedhof in Moers, Klever Straße 19. Parallel dazu lädt ebenfalls ab 11 Uhr das „Neue Evangelische Forum“ zu einer zweistündigen Veranstaltung zum Thema „Demokratie vor Ort“ in die Räume des „Zentrums für urbanes Zusammenleben“ ins Wallzentrum ein.

Von 12 bis 12.30 Uhr, gibt es eine Präsentation über 40 Jahre Moerser Jugendaustausch mit Israel im alten Landratsamt, Kastell 5b. Und anschließend ab 13 Uhr berichten dann an gleicher Stelle Schülerinnen und Schüler des Moerser Gymnasiums Adolfinum rund 90 Minuten über ihre Eindrücke von einer alljährlich stattfindenden Fahrt der Zehntklässler zur Gedenkstätte des ehemaligen Nazi-Konzentrationslagers Auschwitz.

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Ab 14.15 Uhr dürfen sich ab 14.15 Uhr gleich nebenan, auf dem Schlossplatz, Freunde der der jüdischen Klezmer-Musik auf eine Vorführung der Moerser Musikschule freuen, und ab 15 Uhr lesen im Vortragssaal des Alten Landratsamtes Mitglieder des Moerser Schlosstheater-Ensembles aus Erzählungen, Reportagen und Romanen von Walter Kaufmann. Der 2020 im Alter von 97 Jahren verstorbene jüdische Schriftsteller kam als 15-Jähriger mit einem der letzten Kindertransporte nach England und schildert in seinen Arbeiten die dort als „deutscher Feind“ erlebte Ablehnung, aber auch die ihm in dieser Zeit von vielen Briten entgegengebrachte Freundschaft und Hilfe.

Ganztägig (bis 17 Uhr) ist am Sonntag zwischen Landratsamt und Schlossvorplatz eine Ausstellung der rheinländischen Landsynagoge „LVR-Kulturhaus“ zu sehen, ebenso wie eine Ausstellung der Moerser Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit unter dem Titel „Jüdisches Leben in Moers“.

Die beiden Ausstellungen runden den Thementag ab. Darüber hinaus werden bis zum Ende des Jahres weitere interessante Veranstaltungen zum Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ stattfinden.