1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Moers:Telekom baut Breitband-Netz in der Wir4-Region aus

Neue Leitungen für vier Städte : Telekom baut Breitband-Netz in der Wir4-Region aus

Das Unternehmen hat beim Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erhalten. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn bekommen neue Leitungen.

Das Ausschreibungsverfahren um den Ausbau der Breitbandversorgung in der Wir4-Region beendet. Die Telekom Deutschland hat sich durchgesetzt und liegt nach Auswertung mit dem wirtschaftlichsten Angebot vorn.  Die Wir4-Städte Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg Städte  werden in bislang unterversorgten Gebieten ein flächendeckendes Breitbandnetz mit symmetrischen Übertragungsraten von bis zu 1000 Mbit/s erhalten. Läuft weiter alles nach Plan, sollen im Frühjahr 2019 die ersten Bagger anrollen und damit die rund dreijährige Ausbauphase einläuten. Dies teilten die Wirtschaftsförderungen der vier Kommunen nun gemeinsam mit.

Die vier Kommunen hatten die Enni Stadt & Service Niederrhein  2017 damit beauftragt, die Möglichkeiten des Anschlusses der unterversorgten Stadtgebiete an die Datenautobahn zu untersuchen. Die Enni hatte als koordinierende Stelle dabei für die kommunalen Partner gemeinsam mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Innowise ein Ausbaukonzept aufgestellt und dieses mit den Ausbauplänen von Telekommunikationsunternehmen in den kommenden drei Jahren abgeglichen. Die Förderanträge zur Deckung der klaffenden Wirtschaftlichkeitslücke von rund 28 Millionen Euro hatten Bund und Land im Frühjahr jeweils zur Hälfte bewilligt. Mit denen wird die Telekom nun in den identifizierten sogenannten weißen Flecken mit Übertragungsraten von derzeit unter 30 Mbit pro Sekunde rund 980 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, um die gut 4000 Haushalte, 350 Unternehmen und knapp 70 Schulen an das schnelle Netz anzubinden.

Derzeit verhandelt Enni mit der Telekom letzte Details. Die Telekom arbeitet parallel an der Feinplanung samt Bauzeitenplan. Dies sind Voraussetzungen für den letztendlichen Bewilligungsbescheid der zuständigen Behörden, deren Zusage aber nichts mehr im Wege stehen dürfte. Die vier sich in der Haushaltssicherung befindenden Kommunen können den Breitbandausbau so nun auch ohne Eigenmittel stemmen und den Wirtschafts- und Wohnstandort Niederrhein weiter stärken.

(RP)