Moers startet "Lüftungsinitiative" an Schulen

Moers : Gute Luft für besseres Lernen in der Schule

Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers hat eine „Lüftungsinitiative“ gestartet.

Noch besser und konzentrierter können Moerser Schülerinnen und Schüler künftig lernen. Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers (ZGM) setzt mit Unterstützung der Energieberater des Ecoteam NRW eine Lüftungsinitiative um. Damit weisen die Experten auf ein vielfach unterschätztes Problem hin: dicke Luft in Klassenzimmern. Eine der Schulen, die bereits teilnimmt, ist die St.-Marien-Grundschule. Über CO2-Ampeln, die während der Anfangsphase im Projekt durch die Klassenzimmer gewandert sind, wurde kontinuierlich der Gehalt an Kohlenstoffdioxid gemessen. „Die Schüler weisen bereits von sich aus darauf hin, wenn die Ampel auf Rot steht. Dann öffnen die Lehrerinnen und Lehrer die Fenster“, erläutert Schulleiterin Anne Strahlen. Bereits ab der ersten Klasse ist dies Thema im Unterricht. Dabei geht es nicht um den „Mief“: Bei schlechter Luft nimmt die Konzentration ab. Eine Studie an Bremer Schulen ergab, dass mit der Zunahme der Luftqualität auch die Lehrer-Schüler-Kommunikation intensiver wurde – bei gleichzeitiger Abnahme des Geräuschpegels in den Klassen. Hinzu kommt, dass bei richtigem Lüften Schimmelbildung vermieden wird und die Ansteckungsgefahr bei Infekten sinkt.

Als Handreichungen bekommen die Schulen eine schriftliche Lüftungsempfehlung und ein Lüftungsplakat zum dauerhaften Aushang in jedem Klassen- bzw. Fachraum. Sie weisen auf die Nachteile verbrauchter Luft in Klassenräumen auf, machen die Vorteile von „guter Luft für gutes Lernen“ deutlich, zeigen, wie gelüftet werden soll („Stoß- oder Querlüften“). Wichtig sind dabei die Fenster, die für das Lüften gefahrlos komplett zu öffnen sind. „Bei einem Rundgang an der jeweiligen Schule werden diese Fenster dann mit Aufklebern als ‚Lüftungsfenster‘ gekennzeichnet“, erklärt Marc Alexander Horsters, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements. Auf den richtigen Fenstern ist ein Energiesparwürmchen der Klimaschutzinitiative KliMo zu finden. „Erste Rückmeldungen von Schulleitungen waren sehr positiv: Endlich hat man eine feste Richtschnur, die die verschiedenen Anforderungen in den Schulklassen zusammenbringt“, erläutert der städtische Klimaschutzmanager Giovanni Rumolo.

(rp)
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