Moers soll von Landesgartenschau profitieren

Tourismus : Wie Moers von der Landesgartenschau profitieren kann

2020 findet in Kamp-Lintfort die Landesgartenschau statt. Der Veranstalter prognostiziert rund 580.000 Besucher. Das Bündnis aus SPD, Grünen und Grafschaftern will einen Teil davon nach Moers holen - und fordert Konzepte.

Die Laga 2020 ist ein echtes Großprojekt mit Strahlkraft - im besten Fall nicht nur für Kamp-Lintfort, sondern für die ganze Region. Mit rund 580.000 Laga-Besuchern rechnet der Veranstalter. Das Bündnis für Moers aus SPD, Grünen und Grafschaftern befürchtet allerdings, dass Moers diese Chance komplett verpennt.„Wir haben in Gesprächen mit Hoteliers und Tourismusfachleuten festgestellt, dass offenbar noch überhaupt nichts vorbereitet ist“, sagt SPD-Vizefraktionschef Hartmut Hohmann.

Geht es nach der Mehrheit im Stadtrat, soll die Verwaltung deshalb jetzt schnellstmöglich ein touristisches Konzept erstellen. „Da müssen noch in diesem Jahr Angebotspakete geschnürt werden, die spätestens zur Internationalen Tourismusmesse in Berlin vorliegen müssen“, sagt SPD-Fraktionsmitarbeiter Konrad Göke. „Was das betrifft, ist es eigentlich schon fünf nach zwölf.“

Mindestens zehn Prozent der Besucher, also rund 58.000 Menschen, will das Bündnis dazu motivieren, die Landesgartenschau mit einem  Abstecher nach Moers zu verbinden und/oder ihren Aufenthalt am Niederrhein über mehrere Tage hinweg auszudehnen. Konkret wollen SPD, Grüne und Grafschafter von Bürgermeister Christoph Fleischhauer nun wissen, welche Vorkehrungen bislang getroffen, welche Mitarbeiter beauftragt und mit einem ausreichenden Zeitkontingent ausgestattet wurden, um das zu schaffen.

Darüber hinaus, heißt es im Antrag, soll Fleischhauer der Laga-Geschäftsführung mitteilen, welche Veranstaltungen von besonderem touristischem Interesse in Moers parallel zur Landesgartenschau - also vom 17. April bis zum 11. Oktober 2020 - stattfinden. Und es soll kommuniziert werden, welche Sehenswürdigkeiten die Grafenstadt zu bietet hat.

„Bis zur Landesgartenschau“, sagt  das Bündnis, „sollten die touristischen Potenziale der Stadt Moers durch ergänzende Gestaltungsmaßnahmen, Ausstattungen, Sonderveranstaltungen, gegebenenfalls ein Parkfest, erweitert und aufgestockt, aufgewertet werden“.

„Wir erwarten diesbezüglich einen starken Impuls des Bürgermeisters und der Wirtschaftsförderung“, sagt Grünen-Fraktionschefin Gudrun Tersteegen. „Die Stadt Moers bekommt hier ein Geschenk vor die Tür gelegt, und niemand schaut hin.“

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