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Moers: Seniorin überweist zehnmal Geld an Betrüger

Kriminalität in Moers : Moerserin überweist zehnmal Geld an Betrüger

Der vermeintliche Sohn einer Seniorin meldete sich über Whatsapp und bat um Geld aufgrund einer angeblichen Notlage. Innerhalb von mehreren Tagen überwies die Moerserin eine ingesamt fünfstellige Summe.

Mit dem sogenannten Whatsapp-Trick haben Betrüger gleich mehrmals eine ältere Frau aus Moers hereingelegt. In einem Zeitraum von mehreren Tagen überwies die Moerserin zehnmal Geld, wobei ein hoher Schaden im fünfstelligen Bereich entstand. Die Art und Weise des Vorgehens der Betrüger war dieselbe, vor der die Polizei in der Vergangenheit mehrmals gewarnt hatte: Ein Unbekannter gab sich über den Messenger-Dienst als ihr Sohn aus, der eine neue Handynummer hat und dringend Geld braucht. Im guten Glauben führte die 79-Jährige am 12. September, nachdem sie angeschrieben worden war, die ersten drei Überweisungen an den vermeintlichen Sohn durch. Am Tag darauf kam sie zwei weiteren Zahlungsaufforderungen nach, am 19. September überwies sie fünfmal weitere Geldsummen, bevor der Schwindel auffiel.

Die Polizei warnt abermals: Wer von vermeintlichen Angehörigen in dieser Art und Weise angeschrieben wird, sollte sich vergewissern, ob die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender kommt. „Gehen Sie auf gar keinen Fall auf Zahlungsaufforderungen ein“, so die Polizei. Messenger-Dienste wie Whatsapp erfreuen sich auch bei älteren Menschen zunehmender Beliebtheit. Das machen sich Betrüger gerne zunutze, um sich unter einem Vorwand als Angehörige auszugeben. „Seien Sie vorsichtig und aufmerksam, wenn Sie von einer unbekannten Nummer angeschrieben werden und Ihnen erzählt wird, das Handy sei kaputt, heruntergefallen, nicht mehr brauchbar etc.“, rät die Polizei. Die Betrüger nutzten die Hilfsbereitschaft der Menschen aus. Deshalb sollten Senioren, die entsprechende Nachrichten erhalten, misstrauisch sein und im Zweifel den Notruf der Polizei unter 110 wählen.

(RP)