Moers: Seltene Einblicke in historische Orte

Tag des offenen Denkmals : Seltene Einblicke in historische Orte

Am Sonntag ist Tag des offenen Denkmals. Rund um das Moerser Schloss wird ein Fest gefeiert. Die Zeche Pattberg und die Cecilienschule in Scherpenberg sind für Besucher geöffnet.

Gleich drei Ausflugsziele bieten sich am Tag des offenen Denkmals, 8. September, in Moers an. Ob Moerser Schloss, die ehemalige Cecilienschule in Scherpenberg oder Zeche Pattberg in Repelen, der Denkmaltag erlaubt seltene Einblicke in historische Orte und Stätten. Die Cecilienschule und die Zeche Pattberg können in der Regel nur an diesem Tag besichtigt werden.

Das 111 Jahre alte Gebäude der ehemaligen Cecilienschule, in dem heute Wohnungen, eine Senioren-WG und eine Tagespflege für Senioren untergebracht sind, ist von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Bei Führungen können Besucher die Backsteinfassade von 1908 oder auch Geländer und Deckenverzierungen im Jugendstil bewundern. Auch alte Fotoaufnahmen des Gebäudes erzählen von dessen Geschichte.

Von 11 bis 17 Uhr steht das Gebäude der Zeche Pattberg kostenfrei offen. Die Zeche ist ein Zeugnis der Bergbaugeschichte der Stadt Moers und des Steinkohlebergbaus in der Region. Mitarbeiter der Industriedenkmalstiftung bieten Führungen an. Die Zeche Pattberg gehörte zu den leistungsfähigsten Förderanlagen am Niederrhein.

Das Moerser Schloss lässt die Botschaft des Denkmaltags mit einem Fest aufleben. Dort soll, unter anderem mit Grammophon-Musik, in die Goldenen 20er Jahre des letzten Jahrhunderts eingetaucht werden. Für Kinder gibt es Bastelaktionen im Musenhof, ein Bilderbuchkino im Grafschafter Museum und weitere Schlossfest-Attraktionen. Das Bollwerk 107 bietet für junge Erwachsene ein Gewinnspiel an. Weitere Attraktionen: Eine Schaumkuss-Wurfmaschine und ein Nudel-Anzahl-Raten.

Auf Fans kulinarischer Genüsse warten Essstände mit klassischen und internationalen Speisen. Es gibt afrikanisches, orientalisches, sardisches wie auch griechisch und italienisches Essen. Ebenso Klassiker wie Würstchen, Kaffee und Kuchen und ein Waffel-Café im Schlosshof. Des Weiteren locken Konzerte, Workshops und Verkaufsstände.

Das Grafschafter Museum ist kostenfrei von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Stündlich finden hier Führungen durch die Dauerausstellung, die Sonderausstellung und zu den Ausgrabungen statt. Zum Abschluss (18 Uhr) spielt das Schlosstheater „Tod vor der Kamera“; es gelten für die Aufführung die üblichen Theater-Eintrittspreise.

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag-des-offenen-Denkmals bundesweit. Das Motto 2019 lautet „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“.

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