Moers saniert Schulen für 67 Millionen Euro

Baumaßnahmen in Moers : Moers saniert Schulen für 67 Millionen Euro

An der Heinrich-Pattberg-Realschule, der Anne-Frank-Gesamtschule und dem Gymnasium Filder Benden stehen umfangreiche Baumaßnahmen an.

Was Schulgebäude angeht, sei Moers eine Vorzeigekommune, hieß es im November 2016. Damals feierte die Projektgesellschaft Schulsanierung (Prosa) den Abschluss eines zehnjährigen Programms. In dessen Zuge waren 20 Grundschulen und weiterführende Schulen (also vier Fünftel der Schulen in Moers) baulich auf den Stand der Zeit gebracht worden. Insgesamt 85 Millionen Euro waren investiert worden. Schon bei der Prosa-Abschlussfeier – und lange davor – war allerdings klar: Bei der Sanierung von Schulgebäuden hat Moers noch einige dicke Brocken zu stemmen. Jetzt geht die Stadt, beziehungsweise deren Zentrales Gebäudemanagement, sie an. Das Volumen ist beeindruckend: Für Baumaßnahmen an der Heinrich-Pattberg-Realschule, am Gymnasium Filder Benden und der Anne-Frank-Gesamtschule muss die Stadt in den nächsten Jahren zusammengerechnet geschätzt 67 Millionen Euro locker machen.

Am Gymnasium Filder Benden ist eine allgemeine Sanierung in Verbindung mit einer PCB-Sanierung geplant. Foto: Kt

Im Jahr 2007 war die Pattberg-Realschule Bestandteil des Prosa-Programms, wurde daraus aber wieder entfernt; andere Schulen hatten die Sanierung damals nötiger. 2,55 Millionen Euro sollte eine Sanierung „mit minimalem Aufwand“ an der Realschule damals kosten. „Es ging sozusagen um eine Sanierung light, die auch nur das Altgebäude betreffen sollte“, erläutert Stadtsprecher Klaus Janczyk. Jetzt schätzt ein beauftragtes Architekturbüro die Baukosten für die Realschule auf 13 Millionen Euro – davon drei Millionen für einen Mensa- und Verwaltungsneubau, der optional auch um eine Etage mit Unterrichtsräumen aufgestockt werden kann.

An der Anne-Frank-Gesamtschule ist unter anderem eine Brandschutzsanierung notwendig. Foto: Dieker, Klaus (kdi)

Bei den weiteren Arbeiten handelt es sich um die Beseitigung von Sanierungsstau, Herstellung der Barrierefreiheit und die Erneuerung technischer Anlagen. Neben dem alten Hauptgebäude sollen weitere Gebäude und die Außenanlagen in Schuss gebracht werden. Es geht auch um die „Anpassung von Raumstrukturen und –konzepten“, im Hinblick auf den inklusiven Unterricht. Unter den zurzeit 631 Schülerinnen und Schülern sind rund 25 mit besonderem Förderbedarf; ab dem nächsten Schuljahr soll die Realschule eine der Moerser Schwerpunktschulen für Inklusion sein.

Die Arbeiten sollen sich über fünf bis sechs Jahre hinziehen. Bis 2022 hat die Stadt gut zehn Millionen Euro eingeplant, davon stammen rund die Hälfte aus Fördermitteln. „Wir bilden Rücklagen für die kommenden Jahre, damit kommen wir für die ersten Bauabschnitte klar“, sagte Janczyk. Und: „Wir sind guten Mutes, dass es passende Förderungen für die Projekte gibt.“ Zum Glück geht es – auch bei der Anne-Frank-Gesamtschule und dem Gymnasium Filder Benden – um Bauabschnitte, die sich über mehrere Jahre ziehen werden.

Eine Vorentscheidung über die Sanierung der Realschule soll am 1. April der Ausschuss für Bauen und Liegenschaften treffen. Die politischen Diskussionen zu den Baumaßnahmen an der Anne-Frank-Gesamtschule und dem „Filder Benden“ stehen noch aus. Dort geht es auch um eine PCB-Sanierung. An der Gesamtschule ist der Brandschutz ein Thema. Für das Filder Benden sind ein Neubau von Klassenräumen sowie eine neue Sporthalle im Gespräch.

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